Lebensmittelpreise

Hier hat so ziemlich alles Platz - aber keine politischen Themen und Debatten

Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon manfred2806 » 27. Dez 2015, 13:32

wil hat geschrieben:Im Supermarkt , bei uns um die Ecke kostet fast alles 50 % mehr ... :x

:hallo3: wil



Ist Dein Supermarkt vielleicht nicht in der Türkei?

Ich kann die Preise bestätigen, wenn ich auf dem Basar in Antalya einkaufen gehe.

Gruß Manfred
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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon walteranamur » 27. Dez 2015, 19:20

nun, die 50% kann ich natürlich auch aus Anamur bestätigen. Da gab es zwei Sorten von Läden:

Der kleine bis mittelgroße Bakkal, der auch Früchte und Gemüse anbietet, meistens angeliefert von Leuten aus den Dörfern. Mehr oder weniger Wochenmarkt-Preise.

Migros und andere Supermärkte: Teilweise mehr als 50% teurer als dder Wochenmarkt. - und frischer sind dieProdukte eh nicht.
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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon Habessos » 28. Dez 2015, 04:50

Tja, lieber Wil, das ist halt der Istanbul-Aufschlag :cherrysmilies110:

Im Ernst, in den letzten 25 Jahren empfand ich Istanbul immer am teuersten, was Obst und Gemüse angeht.... am Anfang dachte ich immer, naja, lange Transportwege & hohe Standkosten.

Da ich Istanbul ja oft als Start oder Ende meiner Rundreisen hatte, konnte ich die Preisunterschiede ja innerhalb eines Urlaubs kennenlernen.

Aber es scheint auch sehr von den örtlichen Gebühren für den Verkausstand und vom Klientel abzuhängen, wie sonst läßt sich erklären, dass z.B. Tomaten in Kas (wo sie im direkten Umland in Hülle und Fülle angebaut werden) teurer sind als in Bodrum? Oder bleiben wir in Kas: Der Wochenmarkt im Zentrum ist teurer als im Dorf Cerciller (inzwischen Ortsteil von Kas), direkt oberhalb in Kas, vielleicht 2 km Luftlinie? Dieselben Händler....

Im Zentrum leben die Zugezogenen (Ausländer und viele Istanbullular), oberhalb im Dorf die verdrängten "Eingeborenen" und Angestellten, weil die die Mieten im Zentrum nicht zahlen können.....

So wird sicherlich auch ein Vergleich in Istanbul aussehen, allein zwischen Europa und Asien... aber sicherlich auch innerhalb eines Viertels, nämlich zwischen Hotspot und reinem Wohngebiet und selbst ein Vergleich von Wohngebieten wird Unterschiede aufweisen - eben je nach Klientel....

ist ja in D nicht anders, nicht nur zwischen München und Berlin, auch bei den Wochenmärkten innerhalb von Berlin... der einzige Unterschied: In den Anbaugebieten ist das Produkt am günstigsten, also anders als in Kas...

LG - Inge
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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon wil » 28. Dez 2015, 10:05

Natürlich sind in Istanbul die Waren auf den Maerkten ebenfalls preiswerter als im Supermarkt um die Ecke .
Und wie Inge erwaehnte , gibt es hier auch Unterschiede je nach Viertel .
Nur , bevor ich mich ins Auto setze , zum Wochenmarkt durch den Stau qäule , da gehe ich in der Regel doch lieber zu Fuss nach nebenan und zahle mehr .
Wenn ich naemlich Zeit , Benzin etc zusammenrechne , dann ist Ersparnis wahrscheinlich nicht so gross .

Allgemein ist Istanbul schon ein teures Pflaster .

Übrigens , in Deutschland gibt es doch bei Gehalt meines Wissens "Zuschlag" je nachdem wo man lebt , oder erinnere ich mich da falsch ? ( zb bekommt jemand in München mehr Gehalt , als zb in Euskirchen , da München Miete etc. teurer ).

In Istanbul werden aber meines Wisses keine Unterschiede bei legalen Löhnen zum Rest des Landes gemacht .
Im Gegenteil , wer zb als Arzt freiwillig in die tiefste Provinz geht , der bekommt als Anreiz mehr Geld , als in Metropole .

Ich kenne da jemanden der arbeitet in Anatolien und sitzt jeden Freitag im Flieger .

:hallo3: wil
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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon wil » 29. Dez 2015, 09:46

@ wil: ich kenne in D z.B. unterschiedliche Tarifverträge innerhalb Unternehmen der Metro-Group wo Mitarbeiter in NRW höheres Gehalt beziehen als z.B. in Niedersachsen.
Oder: Filial-Leiter Aldi in CH bekommt ca. 17.500 TL / Monat, wie sieht es bei BIM, SOK oder Migros in TR aus ??

Hallo Ruhrie ,
keine Ahnung wie das in Privatwirtschaft laeuft . Glaube nur zu wissen ( wie geschrieben ) , dass bestimmte Staatsdiener im Osten mehr verdienen als in den Ballungszentren Ankara , Istanbul , Izmir .

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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon Habessos » 29. Dez 2015, 10:48

bzgl. Lohnzuschläge/Gehaltshöhe in D

Zumindest in der freien Wirtschaft gibt es dies im Allgemeinen nicht (mehr) - zumindest seit ich "arbeitsfähig" war.... Sicherlich gab es Unternehmen, die sich irgendwo in der Pampa ansiedelten und entweder ein etwas höheres Gehalt als allg. üblich anboten oder eben Zusatzleistungen wie Fahrgeld, Essensgeld u.ä., aber auch das lies nach je höher die Arbeitslosigkeit ausfiel.

Irgendwann wurd es eben wichtiger, überhaupt einen Job zu haben und dem zog man u.U. hinterher....

Lag eben an jedem selbst, wie weit er zu pendeln bereit war, ich wohnte ja auch lange in Lübeck und arbeitete in Hamburg, bekam keinen Fahrkostenzuschuß und hatte lange Wege, aber der Job war halt interessant und den gab es in der Form in Lübeck auch nicht, dabei war Lübeck nicht unbedingt günstiger zum Wohnen, hing halt auch vom eigenen Anspruch ab.... und ähnlich wie in anderen Großstädten hätte ich einen gleich langen Anfahrstweg von einem einem äußeren Stadtviertel Hamburgs gehabt wie von Lübeck-Zentrum aus.....

Und ab einer gewissen "Position" wird die Luft halt dünner, solche Posten gibt es dann nicht in jedem Ort, gleiches gilt für gewisse Sparten wie Kunst & Kultur...

LG - Inge
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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon manfred2806 » 29. Dez 2015, 13:54

Was hat das bitte mit dem Thema "Lebensmittelpreise" zu tun?

Gruß Manfred
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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon Artemis » 31. Dez 2015, 20:11

Bis das Obst und Gemüse von der Südküste und der Aegaeis in Istanbul auf dem Markt und in den Regalen der Supermaerkte landet, kommen noch einige Zwischen(Gross-)haendler dazwischen, die auch verdienen wollen.

Kommt gut in das neue Jahr,

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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon manfred2806 » 2. Jan 2016, 21:33

"Kommt gut in das neue Jahr,"

Ich wünsche Dir alles Gute und Gesundheit für 2016. :cherrysmilies110:


Gruß Manfred.
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Beitragvon Artemis » 4. Jan 2016, 12:08

@Manfred, ich danke Dir.
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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon wil » 27. Jan 2016, 11:53

Nachdem das Brot in Istanbul allgemein 25 Kuruş teurer geworden ist , haben nun auch die Verkaufsstellen des
Halk Ekmek nachgezogen . Produkte sind dort 20 - 30 % teurer geworden .
Ausführlicher hier

Wem Halk Ekmek nichts sagt :

Istanbul Halk Ekmek oder Ankara Halk Ekmek („Istanbul Volksbrot“ bzw. „Ankara Volksbrot“) sind kommunalen Unternehmen , welche ihre Produkte in eigenen Geschaeften ( Kiosken) verkauft .

In Istanbul wurden zb in 2014 taeglich 1. 7 Millionen Brote ( 300 g ) von Halk Ekmek verkauft .
Quelle

http://ihe.com.tr/

So sieht das typischerweise aus :

Bild
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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon wil » 31. Mär 2016, 22:35

Taeuscht mich mein Eindruck oder ist Butter bald in der Türkei unerschwinglich ?

:hallo3: wil

Ps :
Halbe Pfund kostet bei uns mindestens 7.25 TL :o
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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon Artemis » 1. Apr 2016, 01:23

Ich habe auf dem Markt in Ödemiş 10 TL für ein Pfund Butter bezahlt. Davor hatte ich im Migros "Karlıdağ"-Butter gekauft, das Kilo 26 TL, es war ein Sonderangebot.
Die Milchviehhaltung hat meiner meiner Meinung nach zu genommen, mit der EU zusammen gibt es Subventionsprogramme, 50 % muss der Landwirt selber aufbringen, eventuell mit Krediten, die andere Haelfte wird von der EU finanziert. Die Kaese- und Kese yoğurtpreise auf dem Markt sind ziemlich stabil, zu mindest bei dem Kaesehaendler meines Vertrauens.

VG
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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon Ute » 1. Apr 2016, 07:11

Wir haben gestern bei Migros Rinderhackfleisch gekauft, das Kilo für 42 TL :o
LG
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Re: Lebensmittelpreise

Beitragvon Ruth » 17. Mai 2016, 12:20

Wieso wird das Fleisch in der Türkei immer teurer, ja für Durchschnittsbürger bald unerschwinglich?

Die (politischen Kriegs-)Wirren tragen ihren Teil dazu bei:

http://dtj-online.de/tuerkei-fleisch-ba ... esst-75130

Wenn ich mir vergegenwärtige, was im Südosten abgeht bzw. wie viele Menschen auf der Flucht sind, muss ich mich automatisch fragen, wo bleibt das Vieh (der Geflüchteten), wer kümmert sich in dieser schwierigen Zeit darum.

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