Wirtschaft

Hier hat so ziemlich alles Platz - aber keine politischen Themen und Debatten

Re: Wirtschaft

Beitragvon Reyhan » 21. Jul 2017, 07:52

..werden sie wohl müssen ! Nach der Ansage von gestern.

Ein bisschen was müssen die Auftraggeber auch selbst zahlen :

Bei jeder Deckungsart ist der Deckungsnehmer im Schadenfall mit einem bestimmten Anteil am Verlust beteiligt. Diese Selbstbeteiligung beträgt regelmäßig für die politischen Risiken 5% und für die Nichtzahlungs- bzw. Insolvenzrisiken 15%. Für Finanzkredit- und Fabrikationsrisikodeckungen gilt eine Selbstbeteiligung von 5%.

Quelle Förderdatenbank


Aber es wird ja schon seit längerem immer weniger was da abgesichert werden muss :

In den vergangenen Jahren hatte die Türkei laut "Capital" von Mitte Mai (2017) mit einem Volumen von gut zwei Milliarden Euro stets einen der vorderen Plätze in der Rangliste der deutschen Absicherung von Exportgeschäften belegt. Dem habe 2016 nur noch eine Neudeckung für 1,2 Milliarden Euro gegenübergestanden. Für mittel- und langfristige Geschäfte sei die Nachfrage und damit das Neugeschäft sogar um 67,7 Prozent zurückgegangen, schrieb das Wirtschaftsblatt. Als Grund für die Zurückhaltung hätten Unternehmen mangelndes Vertrauen in das Rechtswesen und die politische Stabilität genannt.
Quelle Wallstreet online

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Re: Wirtschaft

Beitragvon walteranamur » 21. Jul 2017, 08:23

Alte Bürgschaften werden von dieser Ankündigung sicherlich nicht betroffen sein. Das Signal betrifft Neu-Investitionen oder Neu-Verträge und könnte schon Wirkung erzeugen. In der Türkei ist dieser Aspekt jedenfalls sehr wütend kommentiert worden. Ein Ziel ist also schon erreicht.

Ob es dann tatsächlich zur Aufhebung der Bürgschaften für Neu-Investments kommen wird, steht meiner Meinung nach n den Wolken oder im Kaffeesatz.
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Re: Wirtschaft

Beitragvon alanya_fuchs » 21. Jul 2017, 12:42

Minister verspricht deutschen Firmen "100 Prozent" Schutz

Erst provozieren, dann beschwichtigen: Nachdem die Türkei Terrorverdächtigungen gegen Daimler und BASF erhoben hat, wirbt der Wirtschaftsminister nun um "unsere deutschen Freunde".
Wirtschaftsminister Zeybekci dementierte nun, dass die Türkei gegen die auf der Liste genannten deutschen Firmen vorgehen wolle. "Das sind Fake News", sagte er. Er behauptete zudem, die Türkei habe Deutschland gar keine Liste übergeben.
Das Papier liegt deutschen Sicherheitsbehörden gleichwohl vor. Das Bundeskriminalamt hatte Daimler und BASF nach dem "Zeit"-Bericht über die Existenz des Schreibens informiert.

Bild
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 59039.html

Er sieht schon vertrauenswürdig aus, dem würde ich glauben ............................................................. :boys_lol:
Würde man von der Türkei eine Art SCHUFA-Auskunft verlangen, würde das Gerenne zur Kapitalsicherung sofort beginnen.
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Re: Wirtschaft

Beitragvon alanya_fuchs » 21. Jul 2017, 20:12

Bundesregierung überdenkt Rüstungsexporte in die Türkei

Im Rahmen der geänderten Türkeipolitik sollen die deutschen Rüstungsexporte an den Nato-Verbündeten neu bewertet werden. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums hat die Bundesregierung ihre Politik gegenüber neuen Rüstungsprojekten mit der Türkei geändert. "Wir haben alle Anträge auf den Prüfstand gestellt", sagte eine Sprecherin des Ministeriums und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung. Diese hatte geschrieben, dass geplante und bereits bestehende Rüstungsprojekte mit der Türkei gestoppt wurden. Darauf ging der Ministeriumssprecher indes nicht ein.

Millionengeschäft mit Ankara

Offiziellen Angaben zufolge hat die Bundesregierung bereits seit Januar 2016 elf Anträge auf Export von Waffen und Munition in die Türkei abgelehnt. Dabei ging es laut Medienberichten unter anderem um Handfeuerwaffen und Munition. Zugleich hatte das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) im vergangenen Jahr Rüstungsgeschäfte im Volumen von 83,9 Millionen Euro genehmigt. In den ersten vier Monaten 2017 wurden Geschäfte im Wert von 22 Millionen Euro gebilligt. Dabei handelt es sich um Zulieferungen für die Marine sowie für Gemeinschaftsprojekte mit anderen Nato-Partnern.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017 ... eutschland


84 Mio Euro sind im Rüstungssektor nicht gerade eine große Hausnummer. Das kann Moskau an einem Montagvormittag noch übernehmen.
Die Pläne von Rheinmetall für eine Panzerfabrik in der Türkei werden hoffentlich auch eingestampft.
Zuletzt geändert von alanya_fuchs am 21. Jul 2017, 20:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wirtschaft

Beitragvon walteranamur » 21. Jul 2017, 20:19

Wichtiger wären die direkten wirtschaftlichen Engagements deutscher Rüstungsfirmen in der Türkei. Dazu hört man leider gar nichts... Denn: Wer in der Türkei Produktionsanlagen errichtet, braucht für die Auslieferung kein OK der Bundesregierung...
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Re: Wirtschaft

Beitragvon alanya_fuchs » 21. Jul 2017, 20:29

Hallo Walter,
Dein Beitrag war schon da, da war ich noch gar nicht fertig.
Natürlich ist es wichtig, dass auch der Anlagenbau deutscher Rüstungsfirmen, wie die von mir genannte Rheinmetall, ausgebremst werden.
Die Projekte anderer Firmen sind für mich zur Zeit nicht verfügbar. Der entsprechende Stick läuft immer noch nicht.
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Re: Wirtschaft

Beitragvon alanya_fuchs » 21. Jul 2017, 21:04

Vor 9 Monaten:

Heckler will keine Waffen mehr an die Türkei liefern
Die Firma spricht hier von «grünen» Ländern. Die Türkei – ein «gelbes» Land – wird ebenfalls von der Kundenliste gestrichen.

Begründet wird der Strategiewechsel damit, dass Exportgenehmigungen in solche Staaten nur schwierig oder gar nicht mehr zu bekommen seien. Zudem wolle man raus aus den negativen Schlagzeilen. «Auch moralische Kritik an solchen Exporten können wir durchaus nachvollziehen», erklärt der Manager. Der Kurswechsel wurde intern hitzig debattiert, denn das Exportpotenzial wird so eingeschränkt.

Bei Branchenfachleuten findet das Zustimmung. «Prinzipiell ist es genau das, was wir fordern», sagt etwa Wolf-Christian Paes vom Internationalen Konversionszentrum Bonn. Allerdings folge die Firma damit der politischen Realität. Die Ausfuhrrestriktionen seien unter der Bundesregierung verschärft worden. «Heckler & Koch springt auf einen fahrenden Zug auf – das ist legitim, aber kein Gutmenschentum.»

https://deutsche-wirtschafts-nachrichte ... i-liefern/
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Re: Wirtschaft

Beitragvon walteranamur » 21. Jul 2017, 22:56

Ja, das ist auch nachvollziehbar.

Andere wählen diesen Weg.
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Re: Wirtschaft

Beitragvon alanya_fuchs » 22. Jul 2017, 08:14

Keine Terrorermittlungen gegen deutsche Firmen
"So, wie wir die in der Türkei tätigen deutschen Firmen in Sicherheit haben arbeiten lassen, genauso werden wir sie auch weiterhin in Sicherheit arbeiten lassen. Deren Garantie sind wir. Deren Sicherheit sind wir.

Er fügte hinzu: "So, wie allen internationalen Investoren stehen auch deutschen Firmen die Türen unseres Landes und Herzen unseres Volkes sperrangelweit offen." Firmen mit deutschen Wurzeln hätten "eine besondere Stellung".

Erdogan betonte: "Es wurde keine Ermittlung, keine Untersuchung gegen eine einzige deutsche Firma eingeleitet. Das ist alles gelogen. Von hier aus möchte ich meine deutschen Freunde und die ganze Welt an Folgendes erinnern: Eure Kraft reicht nicht aus, um die Türkei anzuschwärzen."

Deutschland besitze "Reichtum durch Zufall"

Die Deutschen "kennen auch den freien Handel nicht. Mit dem Reichtum, den sie durch Zufall erlangt haben, drohen sie jetzt."

https://web.de/magazine/politik/tuerkei ... n-32440082

Manchmal muss ich erst nach Luft ringen.
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Re: Wirtschaft

Beitragvon alanya_fuchs » 22. Jul 2017, 08:27

Für welche deutsche Konzerne die Türkei wichtig ist
Die deutsche Regierung warnt vor Investitionen in der Türkei. Doch mehr als 6.800 deutsche Firmen sind im Land aktiv. Bosch hat 16.500 Mitarbeiter, Hugo Boss annähernd 4.000 Beschäftigte. Ein Überblick.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 91444.html
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Re: Wirtschaft

Beitragvon alanya_fuchs » 22. Jul 2017, 15:18

Rheinmetall unterhält indirekte Partnerschaft mit katarischem Militär

Hamburg (ots) - Der Rüstungskonzern Rheinmetall ist über ein Joint Venture in der Türkei auch mit dem Verteidigungsministerium des Emirats Katar verbunden. Wie das Magazin stern in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, ergibt sich dies aus gemeinsamen Recherchen mit Correctiv und der türkischen Exilredaktion Özgürüz. Die katarischen Streitkräfte kontrollieren indirekt fast 25 Prozent der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen RBSS, das Rheinmetall Ende 2016 zusammen mit dem türkischen Unternehmen BMC und der malaysischen Firma Etika gegründet hatte. Das Joint Venture soll sich der Entwicklung und der Produktion von Panzern widmen. Sie könnten dann unter Umständen auch exportiert werden, etwa nach Katar.

Die Beteiligung Katars kam zustande, weil BMC seinerseits zu 49 Prozent vom katarischen Verteidigungsministerium kontrolliert wird, genauer vom "Industriekomitee" der katarischen Streitkräfte. Ein Katarer namens Nasser Hassan N. A. Al Naimi, der im türkischen Handelsregister als Mitglied der Unternehmensführung von BMC genannt wird, hat nach Recherchen von stern, Correctiv und Özgürüz auch einen Sitz im Aufsichtsrat von RBSS.

Rheinmetall bestätigte, dass dieser "katarische Vertreter" im Aufsichtsrat der RBSS "von Seiten der BMC nominiert" worden sei. Man selbst habe "keine weiteren Erkenntnisse" über ihn, erklärte ein Unternehmenssprecher. Andere Fragen zur Kooperation mit den katarischen Militärs ließ das Unternehmen unbeantwortet. Rheinmetall verfolge das Geschehen in der Region und "wartet die weitere politische Entwicklung ab", sagte der Sprecher.

Bereits im März hatte Rheinmetall bestätigt, dass ihr Partnerunternehmen BMC vom katarischen Militär einen Auftrag für die "Lieferung geschützter Fahrzeuge" erhalten habe, also für gepanzerte Militärtransporte. Zwischen Katar und seinen von Saudi-Arabien angeführten Nachbarstaaten auf der arabischen Halbinsel war Anfang Juni ein schwerer Konflikt ausgebrochen. Die Nachbarstaaten haben ein Embargo über Katar verhängt, die Grenze wurde geschlossen. Direkte deutsche Rüstungsexporte in Spannungsgebiete sind nach den geltenden Regeln normalerweise unzulässig.

Diese Vorabmeldung ist nur mit der Quellenangabe stern zur Veröffentlichung frei.
OTS: Gruner+Jahr, STERN newsroom: http://www.presseportal.de/nr/6329 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_6329.rss2


Ob das alles so mit rechten Dingen zugeht und nicht der Zustimmung durch die Regierung, bzw. EU bedarf?
Nicht weniger interessant ist dieser Artikel:
https://netzfrauen.org/2017/05/13/rheinmetall/
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Re: Wirtschaft

Beitragvon Ruth » 23. Jul 2017, 14:43

Seit die schwarze Liste, die knapp 700 Unternehmen als "verdächtig" einstuft, auftauchte, sind viele deutsche Unternehmer verunsichert; sie können eventuelle Folgen für ihre Betriebe in der Türkei und die Arbeitnehmer dort nicht absehen.

Wie die “Welt am Sonntag” berichtet, sind auch die Industriekonzerne Thyssenkrupp und Salzgitter mit insgesamt sechs Tochterfirmen auf dieser Liste vertreten. Laut der Zeitung will Salzgitter in der kommenden Woche über mögliche Konsequenzen für Geschäfte in und mit der Türkei beraten.
https://www.fuldainfo.de/deutsche-wirts ... unsichert/

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Re: Wirtschaft

Beitragvon Beslira » 23. Jul 2017, 15:11

Ruth hat geschrieben:Seit die schwarze Liste, die knapp 700 Unternehmen als "verdächtig" einstuft, auftauchte, sind viele deutsche Unternehmer verunsichert; sie können eventuelle Folgen für ihre Betriebe in der Türkei und die Arbeitnehmer dort nicht absehen.

Ruth


Und zu recht sind sie verunsichert. Dieses unberechenbare denken und handeln macht doch durch eine einfache Aussage jeden zum Terroristen - Beweise, Belege sind völlig überflüssig.

Bestes Beispiel ist Deniz Yücel - Erdogan sagt er ist ein Terrorist und dann ist er ein Terrorist - und Daimler arbeitet mit Terroristen zusammen.....Basta

Und bei Daimler stimmt es sogar - die liefern ja auch in die Türkei.

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Re: Wirtschaft

Beitragvon Ruth » 24. Jul 2017, 13:04

Nachdem von türkischer Regierungsseite vehement bestritten wurde, dass Berlin eine (diffamierende) Liste von Unternehme(r)n zugestellt wurde, wird diese nicht existente Liste nun von Ankara "förmlich" zurückgezogen. Es soll sich dabei um ein "Missgeschick" bzw. ein "Kommunikationsproblem" gehandelt haben ... :cherrysmilies145: :lol:

Die Türkei versucht im Streit um eine Liste mit deutschen Unternehmen, die angeblich terroristische Organisationen unterstützt haben sollen, die Wogen zu glätten. Nach SPIEGEL-Informationen zog die Regierung die besagte Liste mit 681 Unternehmen und Einzelpersonen am Wochenende förmlich zurück.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... ml#ref=rss

Ich gehe davon aus, dass in den AKP-freundlichen Medien diese (Re-)Aktion nicht zur Schlagzeile wird ... 8-)

Fraglich ist, ob nach der durch diese Liste ausgelösten Unsicherheit in deutschen Unternehmen - nun nach ihrer Nichtigkeitserklärung -
keine abschreckende Resonanz zurückbleibt ...

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Re: Wirtschaft

Beitragvon alanya_fuchs » 24. Jul 2017, 15:06

... und siehe da, es gibt sie doch und vielleicht ganz bestimmt noch viele hundert weitere Listen.
Wie blöd muss man eigentlich sein, um mit einer solchen Liste ein Amtshilfeverfahren einzuleiten?

Sich vor die Kamera zu stellen und die Liste zu leugnen, das war schon der blanke Hohn
Aber das Volker und seine Kumpane nicht alle Latten am Zaun haben wissen wir doch.
Zuletzt geändert von alanya_fuchs am 24. Jul 2017, 15:11, insgesamt 1-mal geändert.
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