Wirtschaft

Hier hat so ziemlich alles Platz - aber keine politischen Themen und Debatten

Re: Wirtschaft

Beitragvon walteranamur » 31. Jul 2017, 23:44

Die 30 umsatzstärksten Firmen der Türkei

Bezüglich Gewinn-Verlust sind leider keine Zahlen publiziert. Lediglich: Nach einem Rückgang des Gewinnes um 8,3 % im Jahre 2015 sei 2016 eine Zunahme von 3% zu verzeichnen. Also wäre man im Vergleich zu 2015 immer noch gut 5% im Minus?
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Re: Wirtschaft

Beitragvon walteranamur » 4. Aug 2017, 16:28

Kündigt sich da ne Riesenpleite an?

Es geht um die Firmen Eko İnşaat ve Tic. A.Ş. ve grup şirketi Prekons İnşaat San. ve Tic. A.Ş

Hürriyet'ten Dinçer Gökçe'nin haberine göre, Arap Türk Bankası A.Ş.’nin (A&T Bank) açtığı iflas davası öncesi her iki şirkete karşı icra takibi başlatıldı. Şirket avukatları, Ankara İcra Müdürlüğü’nde açılan takibe itiraz etti. Banka avukatı ise bu kez itirazın iptali ve şirketin iflası talebi ile dava açtı.


Offiziell ist es die ARAP Türk Bankasi (A+T Bank), das Verfahren eingeleitet und Antrag auf Konkurs gestellt hat, welche doch stünden weitere Gläubiger Schlange.

Offenbar Erdogan nahe Firmen, denn sie beschäftigen sich derzeit mit folgenden Projekten:

Yine, Konya, Kayseri, Malatya, Elazığ, Diyarbakır, Bandırma, Akhisar, Muş, Batman ve Merzifon’daki askeri havalimanları da Eko İnşaat’ın üstlendiği projeler arasında yer aldı.


Quelle
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Re: Wirtschaft

Beitragvon alanya_fuchs » 5. Aug 2017, 11:41

Daimler baut den Standort Türkei aus
Die Terrorliste will der Daimler-Vorstand nicht gekannt haben, ist aber froh, dass sie weg ist. Im Lkw-Werk Aksaray werden die Kapazitäten verdoppelt. Größere Verlagerungen streitet Daimler ab.
Die Stuttgarter Betriebsratsliste „Neue Perspektive“, die mit vier Vertretern im Betriebsrat Zentrale sitzt, beklagt sich nun bei dem neuen Nutzfahrzeug-Vorstandsmitglied Martin Daum darüber, dass es im Zuge von „Stream“ nicht nur zu einer Leistungsverdichtung für die verbliebene Belegschaft komme, sondern auch zu einer Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland – konkret: in die Türkei; die Rede ist von bis zu 1000 Stellen. Auf das Thema Arbeitsplatzverlagerung ist Daum weder in seiner Antwort an die Betriebsräte noch bei der Telefonkonferenz mit Journalisten am 26. Juli zu den Ergebnissen des zweiten Quartals eingegangen. Er zeigte sich bei der Konferenz vielmehr froh darüber, dass es zwei Tage vorher, am Montag, „Entwarnung aus der Türkei“ gegeben habe
weiter http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 1c187.html
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Re: Wirtschaft

Beitragvon Beslira » 5. Aug 2017, 12:12

Autobauer haben tatsächlich keine Skrupel. Ob Standorte (Türkei, China etc.) oder Falschangaben von Verbrauch und Abgaswerten.....sie schütteln sich kurz und machen weiter Milliardengeschäfte.

Es ist unglaublich was man an Autos verdienen kann. VW - Strafe von 15 Milliarden Dollar nur in den USA - na und. Kostet der einfachste Golf demnächst eben 50.000 Euro. Mit Finanzierung sind es dann 60.000 Euro, na und.

Einen Vorteil haben diese Unternehmen, zumindest in Deutschland - sie zahlen wirklich gute Löhne.

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Re: Wirtschaft

Beitragvon alanya_fuchs » 5. Aug 2017, 14:48

Dazu gehört auch der Beitrag von Walter über Siemens vom 3. Aug 2017, 14:57 Türkei - EU
hier in deutscher Sprache

Konsortium um Siemens gewinnt Windenergie-Großauftrag in der Türkei
ISTANBUL (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund der deutsch-türkischen Spannungen hat ein von Siemens angeführtes Konsortium einen Großauftrag für ein Windenergieprojekt in der Türkei gewonnen. Das Siemens-Türkerler-Kalyon-Energiekonsortium habe mit einem Preis von 3,48 Dollar-Cent pro Kilowattstunde das niedrigste Angebot für das 1000-Megawatt-Projekt abgegeben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag. Es habe sich damit in der Ausschreibung gegen sieben Mitbewerber durchgesetzt.

http://www.t-online.de/finanzen/energie ... erkei.html
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Re: Wirtschaft

Beitragvon walteranamur » 11. Aug 2017, 22:56

Gegen 19 Firmen welche Geflügelfleisch verkaufen, wird eine Untersuchung eingeleitet. Grund: Preisabsprachen, Wettbewerbsverzerrungen. Da sind einige große Namen darunter.
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Re: Wirtschaft

Beitragvon Ruth » 15. Aug 2017, 17:01

Trotz widrigen aussen- und innenpolitischen Umständen zeigt sich die türkische Wirtschaft rel. stabil. Dazu beigetragen haben (bis jetzt) staatliche Kredite in $-Milliardenhöhe und Finanzerleichterungen.

Eine staatliche Kreditgarantie im Umfang von 50 Mrd. Dollar sowie zeitweilige Steuererleichterungen würden dabei eine maßgebliche Rolle spielen. Allerdings würden die Steuervergünstigungen im September auslaufen und der Fonds für die Kreditgarantien sei bereits zu 60% aufgebraucht. Es werde sich zeigen müssen, inwieweit die türkische Wirtschaft nach einem Ende dieser Maßnahmen ihre Wachstumsdynamik beibehalten könne.
http://www.anleihencheck.de/analysen/Ar ... et-8062292

Anders ausgedrückt: Würde der Staat nicht massiv eingreifen, wären die Bürger mit weit mehr als einer 10 - 12% Inflation betroffen. -
Aber die Regierung kennt ihre Achillesferse. Bis zu den Wahlen wird wohl mit allen Mitteln versucht, das Bild der Türkei als Wirtschaftsmacht (zumindest innenpolitisch) aufrecht zu erhalten,

Übrigens wird gemunkelt, dass trotz anderweitiger Beteuerung der Regierung vorgezogene Wahlen bevorstehen könnten.

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Re: Wirtschaft

Beitragvon walteranamur » 23. Aug 2017, 10:22

Es gibt da noch andere, welche bisher wesentlich zur Wirtschaftsstabilität beigetragen haben:

AYB KREDİSİ NEDİR?

1960’lı yıllardan itibaren Türkiye’yi destekleyen, AB adaylığının ardından bu desteğini arttıran Avrupa Yatırım Bankası bugüne kadar Türkiye’ye 25.8 milyarlık kredi verirken, yalnızca 2015 yılında 2,3 milyar eurodan fazla mali destek sağladı.


Seit 1960 hat die europäische Investitionsbank (gibt es diese schon so lange?) 25,6 Mia € als Investitionskredite in die Türkei überwiesen. Alleine 2015 flossen so 2,5 Mia € in die Türkei.

Gestern nun hat die EIB bekanntgegeben, dass sie ihre Türkeiengagements unter einem neuen, anderen Blickwinkel zu überprüfen beginne.
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Re: Wirtschaft

Beitragvon Beslira » 23. Aug 2017, 12:45

Ruth hat geschrieben:
Übrigens wird gemunkelt, dass trotz anderweitiger Beteuerung der Regierung vorgezogene Wahlen bevorstehen könnten.

Ruth


Da könnte die bevorstehende Verhaftung von Kilicdaroglu ja eine Anlass geben. Keine Opposition mehr und das könnte man dann bei den vorgezogenen Wahlen noch festigen. Nur noch eine Partei - ist ja auch nur ein Land...

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Re: Wirtschaft

Beitragvon Ute » 23. Aug 2017, 12:48

Gut so, EIB. Nur so geht es. Geldhahn zu.
LG
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Re: Wirtschaft

Beitragvon Ruth » 23. Aug 2017, 14:22

Ja, es ist höchste Zeit, dass die diversen Unterstützungs-/Förderungszahlungen genauer unter die Lupe genommen werden.
Die türkische Regierung versteht nur eine direkte Sprache: Wenn die Finanzquellen allgemein gedrosselt werden, stagniert oder vielmehr darbt die Wirtschaft. Das ist das Letzte, was sich die Regierung wünscht. Wenn sich der wirtschaftliche Druck auf die Familie auswirkt, gehen ihre Anhänger verloren.

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Re: Wirtschaft

Beitragvon alanya_fuchs » 24. Aug 2017, 09:43

Türkei-Geschäft - Bremer Firmen warten ab

Wie halten das die etwa 200 Unternehmen aus Bremen, die in der Türkei geschäftlich aktiv sind? Wer bei Firmen in der Region nachhakt, merkt schnell, dass das Klima angespannt ist. Mehrere Unternehmen geben sich zurückhaltend. Efefirat aus Achim zum Beispiel. Das Nahrungsmittelunternehmen handelt unter anderem mit türkischen Spezialitäten. Auf Anfrage verneint eine Mitarbeiterin jeglichen Einfluss des politischen Geschehens auf die Wirtschaftsbeziehungen ihrer Firma. Bei der bremischen Logistikfirma BLG Logistics sieht das etwas anders aus. Derzeit hat sie eine Repräsentanz in Istanbul – noch. Denn sie kündigt an, sie zum Jahresende auflösen zu wollen. „Wir würden zum jetzigen Zeitpunkt keine neuen wirtschaftlichen Beziehungen anfangen“, sagt ein Pressesprecher.
http://www.weser-kurier.de/bremen/breme ... 39414.html

Mich würde mal interessieren, wie sich das Handels- und Investitionsvolumen inzwischen in Zahlen verändert hat. Bremen mit seinem Exportwert von 430 Millionen Euro in den letzten zwei Jahren wird wohl kaum der größte Exporteur sein.
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Re: Wirtschaft

Beitragvon Beslira » 24. Aug 2017, 11:50

alanya_fuchs hat geschrieben:Türkei-Geschäft - Bremer Firmen warten ab

Mich würde mal interessieren, wie sich das Handels- und Investitionsvolumen inzwischen in Zahlen verändert hat. Bremen mit seinem Exportwert von 430 Millionen Euro in den letzten zwei Jahren wird wohl kaum der größte Exporteur sein.


Türkei - Geschäfte - Hamburger und Schleswig-Holsteiner Firmen warten (auch) ab.

Genaue Zahlen sind nicht zu erfahren, dafür sind die Geschäfte zu vielfältig...

Ich habe etwas aus Schleswig Holstein was auch auf Bremen und Hamburg zu übertragbar ist:

Gemessen an den Vorjahresergebnissen kalkuliert etwa ein Viertel der befragten Unternehmen mit einem Umsatzrückgang von mehr als zehn Prozent im Handel mit Partnern in der Türkei. Allerdings erreiche das Türkeigeschäft bei fast 90 Prozent der Befragten lediglich einen Anteil von maximal drei Prozent des Gesamtumsatzes. Wesentliche Einschnitte bei den Gesamtausfuhren aus Schleswig-Holstein seien nicht zu erwarten.


Wie gesagt, bis auf wenige Firmen die sich stärker an die Türkei gebunden haben, sind die Rückgänge überschaubar. Und bei richtig großen Geschäften gibt es eh keine Skrupel. Hier hilft der Hinweis auf die gefährdeten Arbeitsplätze über jede Ferkelei hinweg. Ich denke da in erster Linie an Panzer und Kanonen.

----------------------------------

Und noch eine Fundsache vom 16.06.2013 (Gezi-Proteste)

Deutsche Firmen besorgt über Entwicklung in der Türkei

Rund 5000 deutsche Firmen sind in der Türkei tätig. Die Proteste machen vielen Sorgen, bei manchen leidet bereits das Geschäft. Investoren halten sich zurück.


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Re: Wirtschaft

Beitragvon walteranamur » 28. Aug 2017, 10:52

Die Stunde der Schnäppchenjäger oder Spekulanten?

Die Landeswährung Lira gilt den Devisenanalysten als größte Hoffnung auf steigende Kurse. Wie "Bloomberg" schreibt, wird sie von mehreren Häusern als die am meisten unterbewertete Währung der Welt betrachtet.

"Es schreit nach Schnäppchen", kommentiert Marktstratege Timothy Ash von der Londoner Firma Bluebay, die im großen Stil türkisches Bargeld und Anleihen gekauft hat. "Verglichen mit anderen Währungen aus Schwellenländern bevorzugen wir weiterhin stark die Lira", verbreitet Kollege Phoenix Kalen von der Société Générale dieselbe Botschaft - nur etwas weniger marktschreierisch.


Interessant jedoch die Seite 2: Die Türken selbst wollen weiterhin Lira verkaufen. Weshalb das so ist, wird auch erklärt.



Der ganze Beitrag aus dem manager-magazin
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Re: Wirtschaft

Beitragvon Beslira » 28. Aug 2017, 11:41

Böses Vorzeichen für die Wirtschaft

Türkische Autoverkäufe brechen ein - für Erdogan muss das eine Hiobsbotschaft sein

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