Saison 2017

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Re: Saison 2017

Beitragvon santiago » 4. Nov 2017, 11:43

Hi Bell
Wenn Ihr im Mai und September wieder in Belek Urlaub macht, wäre es gut ihr würdet ein Auto mieten, sofern ihr dies nicht schon gemacht habt. Die damit verbundenen Eindrücke und Erfahrungen erlebt ihr so am Besten.
Weinige Kilometer ausserhalb Belek beginnt das echte türkische Leben.
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Re: Saison 2017

Beitragvon Bell » 4. Nov 2017, 13:36

Ruth hat geschrieben:Bell hat geschrieben:
Aber 2018 ist wieder für Türkei vorbehalten. Im Mai und September geht es wieder los nach Belek... Deswegen suchte ich auch nach ein paar Informationen.
Mir ist nicht ersichtlich, welche Art Informationen Du suchst. Vielleicht kannst Du ja konkreter werden.

Ruth


Information? Keine. Noch. Ich habe nur kurz erzählt, wie ich überhaupt dazu komme, mich für die Türkei zu interessieren...

Aber ich denke insgesamt, dass diese Krise ein Ende vom goldenen Zeitalter für die türkische Hotelbranche oder auch eine Erneuerung, eine bessere Anpassung an die neuen Begebenheiten bedeuten kann.
Wenn eine ganz bestimmte Person keine großen Wellen mehr um sich schlägt, könnte spätestens in 5 Jahren alles gut für die türkischen Hotels werden. Ob für die Einheimischen alles gut wird, ist schwierig zu sagen, es hängt davon ab, wie sie ihr Land sehen wollen. Ich hoffe einfach, dass es ihnen wirtschaftlich nicht schlecht geht, dass die Armen es nicht all zu schwierig haben, ihren Alltag zu bewältigen.

Die Türken sind sehr flexibel, ich sehe es als ihre große Stärke. Gerade in den Zeiten der großen Not, sucht man die Wege, die man vielleicht erst später beschreiten würde. Es könnten bessere Bedingungen für die Individualisten geschaffen werden. Vielleicht bieten die türkischen Hotels noch schneller als die anderen Länder niedrigere Preise bei der Direktbuchung an als die Reisegesellschaften es tun.
Denn vieles läuft eher Online, man kann dadurch schneller und direkt an die einzelnen Kunden dran kommen. Vielleicht werden die Pauschalreisen auch nicht mehr so selbstverständlich für die Mehrheit von den Touristen. Vielleicht wird so eine zusammengestellte Reise auch preislich attraktiv.
Irgendwann kommen auf jeden Fall noch härtere Zeiten auf die Reisebüros und Reisegesellschaften zu... gerade wegen dieser Krise müssen die türkischen Hoteliers ja neue Wege suchen.
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Re: Saison 2017

Beitragvon Ruth » 4. Nov 2017, 14:22

... gerade wegen dieser Krise müssen die türkischen Hoteliers ja neue Wege suchen.
Ja, einige Hotels bleiben teils oder ganz oder - zumindest während mehrer Monaten geschlossen Andere sind bereits Konkurs gegangen und ihre Gebäude werden vor sich her gammeln.

Dasselbe geschieht mit Läden, Restaurants und den Anbietern von Ausflügen.

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Re: Saison 2017

Beitragvon Bell » 5. Nov 2017, 01:14

santiago hat geschrieben:Hi Bell
Wenn Ihr im Mai und September wieder in Belek Urlaub macht, wäre es gut ihr würdet ein Auto mieten, sofern ihr dies nicht schon gemacht habt.


Ja, da bin ich der Meinung und würde es sehr gern so machen, aber mein Mann mag keine Leihwagen fahren. Neben mir, während ich am Steuer bin,würde er übrigens auch nicht sitzen wollen. Dazu kommt, dass die Fahrer in der Türkei doch recht aggressiv fahren, und ich versuche nicht einmal, ihn zu dem Fahren vom Leihwagen zu überreden. In seinem Job ist er genug unter Stress, im Urlaub möchte ich, dass er so angenehm wie möglich hat.

Aber die Dolmusse und Büsse haben wir früher besonders gern und viel genommen, um verschiedene Ausflüge zu machen. Es war eine Möglichkeit, die Einheimischen locker und unter sich zu erleben, auch wenn wir nicht verstanden, was sie redeten. Viel interessanter als die organisierten Ausflüge, die wir übrigens auch oft genug unternommen haben.
santiago hat geschrieben:Die damit verbundenen Eindrücke und Erfahrungen erlebt ihr so am Besten.
Weinige Kilometer ausserhalb Belek beginnt das echte türkische Leben.

Ja, ich weiß, was du meinst, Santiago, es ist schon künstlich diese wunderschöne und auf die Perfektion getrimmte Welt der Hotelanlage. So eine Welt könnte überall stehen, und man kann ähnliche Hotels in dem Mexiko oder in der Dominikanischen Republik zu Genüge finden. Sie sind wunderschön, spiegeln aber nicht den Charakter des Landes, wo sie erschaffen wurden...
Ich habe es irgendwann auch so empfunden, aber irgendwie waren wir in den letzten Jahren zu gemütlich aus unseren Resorts ruszugehen. So plante ich 2017 andere Urlaube. In Lissabon, Prag und Madeira bleibt man nicht im Hotel. Also erinnerten wir uns wieder an unsere früheren Urlaube, als wir noch so neugierig auf alles Fremde waren. Dieses Mal machen wir wieder Ausflüge in der Umgebung um Belek und Antalya und gehen raus, auch wenn es in dem Hotel gemütlich ist... ;)
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Re: Saison 2017

Beitragvon Beslira » 5. Nov 2017, 12:16

Bell hat geschrieben:
Ja, da bin ich der Meinung und würde es sehr gern so machen, aber mein Mann mag keine Leihwagen fahren. Neben mir, während ich am Steuer bin,würde er übrigens auch nicht sitzen wollen. Dazu kommt, dass die Fahrer in der Türkei doch recht aggressiv fahren, und ich versuche nicht einmal, ihn zu dem Fahren vom Leihwagen zu überreden. In seinem Job ist er genug unter Stress, im Urlaub möchte ich, dass er so angenehm wie möglich hat.


.....wenn das die Frauenbeauftragten der "Grünen" wüssten.... :(

und dann noch:

Aber die Dolmusse und Büsse haben wir früher besonders gern und viel genommen, um verschiedene Ausflüge zu machen. Es war eine Möglichkeit, die Einheimischen locker und unter sich zu erleben, auch wenn wir nicht verstanden, was sie redeten.


Im Dolmus von Belek nach Perge oder Düden ist der Fahrer meist der einzig Einheimische.... :cherrysmilies145:

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Re: Saison 2017

Beitragvon santiago » 5. Nov 2017, 12:53

Bell hat geschrieben:Ich habe es irgendwann auch so empfunden, aber irgendwie waren wir in den letzten Jahren zu gemütlich aus unseren Resorts ruszugehen. Hotel gemütlich ist... ;)


Die Ressorts bieten in der Regel eigentlich alles und für jeden Geschmack ist etwas dabei, dass viele Touristen gar nicht rausgehen wollen. Viele Menschen wollen einfach relaxen um sich vom Alltagsstress zu erholen.

Einen solchen Ressort-Urlaub machten wir ein einziges mal vor etlichen Jahren in Tunesien. Unsere Kinder hatten ein gut ausgefülltes Programm mit den Animatoren, so das wir zwischendurch mal einen organisierten Ganztagesausflug machen konnten. Eigentlich war es ein schöner Urlaub.

Auf die Länge ist es für uns aber nichts, da wir gerne individuell reisen und wir liebend gerne zwischendurch die Komfortzone verlassen. Aber wie gesagt, jeder macht Urlaub auf seine eigene Art und dies ist auch ok.

So schlimm wie es aussieht ist Auto fahren auch wieder nicht in der Türkei, obwohl man sich manchmal etwas durchsetzen muss. Praktisch überall gibt es 4-spurige Strassen und man fährt halt auf der rechten Spur und lässt jene wo es eilig haben und arbeiten müssen vorbeiziehen. Oftmals finde ich es in der Schweiz fast mühsamer, da alle auf ihrem Recht beharren. In der Türkei finde ich es lockerer.
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Re: Saison 2017

Beitragvon alanya_fuchs » 5. Nov 2017, 13:16

santiago hat geschrieben:So schlimm wie es aussieht ist Auto fahren auch wieder nicht in der Türkei, obwohl man sich manchmal etwas durchsetzen muss. Oftmals finde ich es in der Schweiz fast mühsamer, da alle auf ihrem Recht beharren. In der Türkei finde ich es lockerer.


Deine Aussage ist wohl mehr Wunschdenken oder versteckte Satire. In der Türkei geht wohl das "Durchsetzen" oft daneben.
In Türkei gibt es 5,49 mal mehr tödliche Verkehrsunfälle als in Deutschland (im Verhältnis zur Anzahl der Fahrzeuge).

Deutschland (im Jahr 2013) 3.540 Verkehrstote ------ 4,9 Tote/1 Mrd. Km - bei 52.000.000 Fahrzeugen
Türkei (im Jahr 2013) 6.687 Verkehrstote - Tote/1Mrd.Km nicht verfügbar - bei 17.900.000 Fahrzeugen

Die Schweiz steht sogar noch besser da. In Türkei gibt es 7,94 mal mehr tödliche Verkehrsunfälle als in der Schweiz (im Verhältnis zur Anzahl der Fahrzeuge).

https://www.maki-car-rental.com/mietwag ... chner.html
Hab keine Angst vor denen, die du nicht verstehst,
fürchte dich vor denen, die dir etwas einreden wollen.



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Re: Saison 2017

Beitragvon Beslira » 5. Nov 2017, 13:57

santiago hat geschrieben:
So schlimm wie es aussieht ist Auto fahren auch wieder nicht in der Türkei, obwohl man sich manchmal etwas durchsetzen muss.

Praktisch überall gibt es 4-spurige Strassen und man fährt halt auf der rechten Spur und lässt jene wo es eilig haben und arbeiten müssen vorbeiziehen.


4-spurige Strassen gibt es auch in Deutschland und der Schweiz. Aber lange nicht so viele wunderschöne, schwierige *5m oder 7m Strassen. Und da sollte sich der Urlauber rumtreiben, denn dort gibt es auch nur ganz wenige aggressive türkische Autofahrer.

Nur ein Beispiel ganz in der Nähe von Alanya:

Bild

Die Aufnahme ist übrigens 15 Jahre alt und es hat sich dort nichts verändert.

* 5m oder 12m oder gar 35m sind türkische Strassen Zustands-Benennungen.

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Re: Saison 2017

Beitragvon Ruth » 5. Nov 2017, 14:08

Ich denke, es kommt auch sehr darauf an, wo man/frau Auto fährt. In Grossstädten bevorzuge ich die öffentlichen Verkehrsmittel bei weitem. Andererseits haben wir öfter schon mal in Alanya und in Kizkalesi Auto gemietet. Gewöhnungsbedürftig war die schlechte Strassenbeleuchtung nachts, die v.a. bei Regen Probleme bereiten kann. Dazu kommen teils schlechte (Rand-)Markierungen und "vernachlässigte" Strassenabschnitte. Und ein Umdenken für uns muss schon stattfinden, denn Geschwindigkeitsbegrenzungen werden oft nicht eingehalten und Rotlichter glatt missachtet.

Wenn man/frau das alles in Betracht zieht, stehen einem Sich-Zurechtfinden im türkischen Verkehr "nur" noch die üblichen Hindernisse wie z.B. Ueberschätzung der eigenen Fahrkunst anderer Verkehrsteilnehmer im Weg.

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Re: Saison 2017

Beitragvon santiago » 5. Nov 2017, 15:26

Beslira@ Danke - Dein Bild lies mein Herz höher schlagen. Solche Naturstrassen liebe ich.

Unsere Lieblingsstrecke war stets der Nomadenweg, nachdem wir zuerst oberhalb von Camliyala wild gezeltet hatten, direkt vor einer alten röm. Verwaltungsburg, (nicht zu verwechseln mit der grossen Festung im Ort) mitten in der Wiese. Herrlich am Abend gegrillt, Wein-Bier und Raki getrunken und danach herrlich geschlafen. Am Morgen gefrühstückt, zuerst noch frisches Brot im Dorf geholt und das Tagesabenteuer begann.
Es gibt zwischen Camliyalaya eine Verbindung, wo man dann zwischen Eregli und Pozanti runterkommt ins Tal.
Dieser Weg ist aber auf keiner Karte eingezeichnet. Fuhren mit Kompass und nach dem Sonnenstand.
Bald waren wir auf dem Steinweg, es ging immer höher hinauf unser Fiat Doblo Raumwunder "schnaubte" und oft musste meine Frau und unsere beiden Freunde aussteigen und ein paar Kurven zu Fuss steil hochgehen, da die Karre es fast nicht schaffte. Beim höchsten Punkt zeigten unsere 2 Höhenmeter zwischen 2'910 bis 2'940 Mt. an. Einmal beim runterfahren habe ich die Dieselleitung gestreift...oh je. Mit Verbandzeug aus der ersten Hilfe Box konnten wir die Dieselleitung abdichten und weiter ging die Fahrt. Wir und unsere Freunde schwärmen heute noch von diesem Trip.
Schmale Natur-Strassen fuhren wir oft, auch in der Osttürkei.
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Re: Saison 2017

Beitragvon walteranamur » 10. Nov 2017, 13:31

Hier gibt es Zahlen für Antalya, wieder abgeglichen mit den Vorjahren.
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Re: Saison 2017

Beitragvon Beslira » 10. Nov 2017, 14:42

Die Franzosen und Australier sind noch etwas konsequenter im "Türkei-Verweigern" als wir Deutsche

Aber Tourismusminister Numan Kurtulmus analysiert und hofft:

„Wir erwarten dieses Jahr 31,4 Millionen Besucher und davon einen Umsatz von 26 Milliarden US-Dollar“, sagte Kurtulmus nun. Nächstes Jahr erwartet der Politiker 37 bis 38 Millionen Besucher und einen Umsatzanstieg auf 30 Mrd. Dollar. Vom türkischen Finanzministerium hatte es im Oktober geheißen, dass der Tourismus 2017 Einnahmen von 20 Mrd. US-Dollar generieren würde.


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Re: Saison 2017

Beitragvon walteranamur » 12. Nov 2017, 21:22

Zum Ende der Saison 2017 gibt es Neuigkeiten zum Thema Uzungöl. Staatspräsident Erdogan hat mitgeteilt, dass das "Betonschwimmbecken", so der neue Name, renaturalisiert werden soll. Konkret:

Sämtliche Betonpisten rund um den See sollen abgerissen werden. Dasselbe gilt für rund 30 Hotels und Tourismusbetriebe, welche illegal errichtet worden sind.

Im Weiteren kündigt Erdogan ein Seilbahnprojekt Uzungöl an. Eine 3540 Meter lange Seilbahn soll errichtet werden.

Quelle
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