"Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon Chrissi » 11. Mai 2017, 22:44

Hallo,
ich war gerade zum Einkauf bei einem Discounter in der Ruhrmetropole, kurze Geschichte:

stehe an der Kasse, vor mir nur 2 Kunden, sehr angenehm....
An erster Position 2 Türkische Kinder die ein paar Süßigkeiten und Chips kaufen wollten.
Dahinter ein türk. Ehepaar mit Kleinkind.

Nun gab es beim Bezahlen der Kinder das Problem das sie nicht genug Geld dabei hatten.
Mussten also die Tüte Chips zurücklassen, die Dame an der Kasse war sichtlich genervt...
Aber (obwohl sie aus meiner Sicht als Stammkunde dort immer recht souverän agiert), wer zu später Stunde bei L..l schuften muß da kann man nachvollziehen das die Nerven irgendwann blankliegen.

Nun gut, die Frau vor mir hat direkt reagiert und gefragt, was den Kindern fehlt und die 18 cent spontan übernommen. Die Kinder haben sich riesig gefreut und die Kassiererin grosse Augen gemacht...

Nachdem sie nun nun an der Kasse stand und fast alles fertig war wollte ihr Kind noch Kleinkram, sie bat mich in einwandfreien Deutsch um Platz zum vorbeigehen (der Kassenbereich ist sehr eng) und ich antwortete:
"problem yok, so antwortet man doch als Deutscher oder habe ich was falsch gemacht ?"

Sie stutzte merklich und fing an zu Lachen, fand sie wohl ungewöhnlich...
Nachdem sie die Kleinigkeiten besorgt hatte kam sie zurück, lächelte nochmal und bedankte sich.

Die Frau war anfang 30, trug Kopftuch und bei 22 Grad noch einen langen dünnen Mantel.
Normalerweise hätte ich garnich reagiert, ihre Kleidung war aber nich "billig" und sie war perfekt geschminkt, sogesehen kein Standard-Outfit.

Sehr angenehme Situation / Erfahrung hier im Ruhrgebiet :cherrysmilies130:
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon Artemis » 12. Mai 2017, 09:00

Ort: Unser Dienstagsmarkt in Kuşadası. Ich bin mit meinem vollbeladenen Zwiebelporsche unterwegs, da kommt eine schlichtgekleidete Frau (Türkin) so in meinem Alter auf mich zu und fragt, welche (Wein-)Blaetter ich ihr empfehlen könnte. Bei den meisten staende "Manisa" dran. Ich habe ihr die "tüysüz" (ohne Haare) empfohlen, sie sollte darauf achten, dass sie weich sind und keine Adern haetten. Manisa nennt sich die Sorte, weil dort ihr Hauptanbaugebiet waere. Sie bedankte sich und meinte, sie waere ja nicht von hier. .Da musste ich doch noch kurz über mich nachdenken, warum ich? Atypisch angezogen? Lange schwarze Hose, sportliche Bluse.,
In Istanbul sind die Blaetter aus Tokat berühmt.

Bei uns hat es auch gerade heftig gewackelt.
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon yolcu » 3. Feb 2018, 23:40

Hallo
Habe per Zufall die Berichte gefunden in der der Residentenstatus beurteilt und festgemacht werden sollte.Zudem auch die Meinung zu Doppelstaatsangehörigkeiten geäussert wurde.
Zum Residentestatus kann ich nur einbringen: Ein Resident ist Jemand der seine Residenz(also Erstwohnsitz) mit allen Pflichten hat .Ich beurteile dies so. Wer länger als 6 Monate im Ausland verweilt als Deutscher(auch mit einem deutschen Wohnsitz) gilt für deutsche Behörden als Auslandsdeutscher und hat sich dort bei Krankenkassen usw. anzumelden. Auch steuerlich ist man dann als Deutscher weg vom D Finanzamt.
Dies tritt natürlich erst dann ein wenn die Behörden und Ämter in D wissen das man mehr als 6 Monate im Ausland sich aufhält.
Nun möchte ich noch mit der ständigen negativ Beurteilungen der Doppelstaatsangehörigkeit aufräumen. Wenn ein Immigrant in D versucht die Staatsangehörigkeit seines Geburtslandes nicht zu verlieren und dabei aber auch die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten möchte, ist dies doch kein Zwiespalt der Gefühle sich nicht entscheiden zu können ob er Deutscher oder doch lieber (als Beispiel :Türke bleibt) . Die Staatsangehörigkeit spielt sich doch im Kopf ab. Wo man lebt, welche Kultur man mag und sich gewöhnt hat. Wo Jemand sein Geld verdient und die Kinder gross werden. All das ist wichtig für ein Staatsangehörigkeitsgefühl und hat mit der Pappe gar nichts zu tun.
Viele glauben das die Doppelstaatlichkeit ein grosser Vorteil ist und weil man sich mal hier und da entscheiden kann.
Es gibt den Vorteil der Aufenthaltsmöglichkeit im Geburtsland. Wer zum Beispiel die türkische Staatsangehörigkeit besitzt muss nicht eine wiederkehrende Aufenthaltserlaubnis beantragen. Zudem kann er auch türk. Rentner werden(wenn er zahlt aber ohne Vorteile von Sozialversicherungsleistungen). Und das wars auch schon. Jetzt beginnen die Nachteile: Wenn du Pech hast als türk. Staatsbürger kannst Du für ein Vergehen welches im Ausland stattfand hier ein 2. Mal bestraft werden. Du musst dich wie alle Türken auch dem Militärdienst verpflichten oder durch Geldzahlungen grösserer Summen freistellen lassen. Du hast auch dann noch eine 2. Steuernummer und bist mit allen Pflichten und Rechten als türk.Staatsangehöriger verantwortlich.
Zudem hast du den Nachteil das kein Konsulat der Erde dir helfen wird wenn du in der TR aus welchen strafrechtlichen Gründen auch immer, einsitzt. Dies haben wir ja aus den Medien der letzten 2 Jahre ausgiebig erfahren.
Aber die Mehrheit der türkischen Doppelstaatler sind nicht nur aus Liebe zum Heimatland(Türkei) Doppelstaatler geblieben sondern es hat auch folgende Gründe: Erbrechtliche-Vermögens und Immobilien kann man als türk. Staatsbürger nicht verlieren. Es gibt gerade in diesem Bereich grosse Hemmschwellen in rechtlichen Auslegungen bez. staatlichen Zugehörigkeit. (Zum Beispiel darf man als nur Ausländer keine Immobilien oder Grundstücke besitzen in Gebieten die unter der Hoheit des Militärs sind). Und davon gibt es in der TR recht viele.
Ich bin als Deutscher in die türkische Staatsbürgerschaft gegangen schon 1986. Dies hatte etwas mit meiner türkischstämmigen Frau zu tun und auch mit der damaligen Sicht im Alter immer oder über langem Zeitraum ohne immer wieder den Aufenthalt in Frage gestellt zu bekommen,in der Türkei zu leben. Natürlich wollte auch ich nicht als Deutscher meine deutsche Staatsbürgerschaft aufgeben. Ich fühle mich in der TR wohl trotzdem es bekanntliche Schwierigkeiten derzeit gibt und ich fühle mich in D wohl. Wenn mich aber Jemand fragt wer ich bin und wie ich Denke und ticke?? : Im Grunde meines Herzens und meiner Zugehörigkeitsgefühle bin ich Europäer. Nur da gibt es leider noch keine Pässe zu erwerben.
Wer richtig überlegt kann hier sehen das alle Dinge 2 Seiten haben. Ich möchte auch nicht meine deutsche Staatsangehörigkeit aufgeben weil ich in D geboren bin.
So einfach darf man sich es nicht machen die Doppelstaatler unter Identitäts und Zugehörigkeitsverunsicherte zu beurteilen.
Mein erster Beitrag hier im Forum ist sofort sehr lang geworden. Man möchte es mir nachsehen. Kommt aber trotzdem wieder vor. ;)
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon yolcu » 3. Feb 2018, 23:59

Artemis hat geschrieben:Vor einigen Jahren wa rich einem Doktoranten vei seinen Nachforschungen für seine Doktorarbeit in Geografie behiflich. Der junge Mann hatte seine Masterarbeit über die "Auswanderer" im Raum Antalya/Alanya geschrieben. Seine Doktorarbeit schrieb er über die "Auswanderer" an der Aegaeis (Kuşadası, Ayvalık, Marmaris?). Seine Doktorarbeit kann man unter academia.edu nachlesen. Der junge Mann heisst İlkay Südaş. Eins hatte İlkay festgestellt, dass die Auslaender im Süden hilfsbereiter waren um Leute zu finden als an der Aegaeis.

Artemis

Kann ich bestätigen. Ist festgestellt worden warum?? Wenn keine fundamentalen Fakten vorliegen warum man im Süden freundlicher ist als im Westen oder Norden der TR kann ich hier vielleicht 3 Gründe anmerken: 1. Der junge Mann konnte von Ayalik bis Marmaris kaum soviele Ausländer befragen wie in Alanya weil es hier sehr wenige gibt. 2.Mich hat er auch nicht gefragt trotzdem ich hier wohne. ;)
3. Alanya usw. sind im wärmerem Klima . Wir kennen die etwas grössere Verschlossenheit der Menschen die in überwiegend kälteren Zonen leben.
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon Artemis » 4. Feb 2018, 07:55

Verschlossenheit , weil es bei uns kaelter ist? Ich muss da mal was über Einheimische berichten. Vor über 20 Jahren hatten wir es uns überlegt, mal mit dem Süden auszuprobieren. Mein Mann hatte ein berufliches Angebot aus Kemer. Für die Saison hatte er eine Wohnung in Göynük gemietet, in den Ferien kamen die Kinder und ich nach. Zum Ende der Ferien haben wir uns entschieden wieder in die "alte" Heimat zurück zukehren, es ist nicht alles Gold, was glaenzt. Wir hatten in dieser Zeit immer in einem bestimmten Bakkal eingekauft, dort auch das Köntürlü Telefon benutzt. Also, gut nach drei Monaten fragte uns der Ladenbetreiber, ob wir nur für die Ferien hier waeren oder für immer. Bei uns in Kuşadası haette so ein Ladenbesitzer nach 2 Wochen schon unsere Lebensgeschichte gekannt, da sind die Leute viel aufgeschlossener. Übrigens, in dieser Zeit da "unten" habe ich auch keine Auslaender kennengelernt. Gute Beziehungen hatten wir zu unserem Vermieter und seiner Frau, aber die stammen auch aus anderen Gebieten der Türkei.
Yolcu, Du hast Dich gut hier eingeführt, mach weiter sol :cherrysmilies130:
Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag,
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon Günes » 4. Feb 2018, 11:18

Herzlichen Dank Jolcu :hallo3:

Ich wünsche mir weiterhin so aufschlussreiche Berichte :cherrysmilies130:

Einen schönen Sonntag wünscht Anita :cherrysmilies141:

@ Artemis
Es geht auch ein Danke an Dich :)
Von Dir lese ich immer gern .
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon yolcu » 4. Feb 2018, 18:31

santiago hat geschrieben:Ein paar Residenten aus Europa kommen, andere kehren dem Land nach ein paar Jahren den Rücken.

Heute schrieb mir ein holländisches Ehepaar aus Mersin aus unserer ehemaligen Siedlung, dass sie nun auch das Domizil verkaufen werden, da sie genug vom dortigen Leben haben. Die beiden sind gesund und wollen einen Neu-Anfang ausserhalb der Türkei machen.

Die beiden sind praktisch die Letzten von ursprünglich 12 Partien welche nun verkaufen. Alle anderen sind schon seit ein paar Jahren wieder weggezogen hauptsächlich nach Deutschland.


Ist derzeit aus berechtigten Gründen leider so. Auch bei uns sind und wollen Einige wieder zurück nach D. Nicht bei Allen liegt es am Alter.
Wobei ich persönlich nicht in Mersin leben könnte. Wenn, dann davor in Tasucu oder Gazipasa. Mersin ist mir zu gross.
Bin übrigens ab dem 15.02.wieder dorthin unterwegs und könnte Mersin von Dir grüssen. Wir fahren nach Hatay(Antakya). Dies ist aber mal ein anderes Thema(Hatay) wenn sich hier im Forum jemand für den etwas arabischeren Teil der TR interessiert. :roll:
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon walteranamur » 4. Feb 2018, 18:48

Hallo yolcu

Klar doch, es wird sicherlich viel Interessantes zu berichten geben.
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon yolcu » 4. Feb 2018, 19:04

Artemis hat geschrieben:Verschlossenheit , weil es bei uns kaelter ist? Ich muss da mal was über Einheimische berichten. Vor über 20 Jahren hatten wir es uns überlegt, mal mit dem Süden auszuprobieren. Mein Mann hatte ein berufliches Angebot aus Kemer. Für die Saison hatte er eine Wohnung in Göynük gemietet, in den Ferien kamen die Kinder und ich nach. Zum Ende der Ferien haben wir uns entschieden wieder in die "alte" Heimat zurück zukehren, es ist nicht alles Gold, was glaenzt. Wir hatten in dieser Zeit immer in einem bestimmten Bakkal eingekauft, dort auch das Köntürlü Telefon benutzt. Also, gut nach drei Monaten fragte uns der Ladenbetreiber, ob wir nur für die Ferien hier waeren oder für immer. Bei uns in Kuşadası haette so ein Ladenbesitzer nach 2 Wochen schon unsere Lebensgeschichte gekannt, da sind die Leute viel aufgeschlossener. Übrigens, in dieser Zeit da "unten" habe ich auch keine Auslaender kennengelernt. Gute Beziehungen hatten wir zu unserem Vermieter und seiner Frau, aber die stammen auch aus anderen Gebieten der Türkei.
Yolcu, Du hast Dich gut hier eingeführt, mach weiter sol :cherrysmilies130:
Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag,
Artemis

Ist die alte Heimat nun Kusadasi??? Oder?? Seit Ihr wieder dort??
Jeder macht natürlich seine eigenen Erfahrungen. Wir hatten mal überlegt (Zypern- Kibris) als Standort auszukundschaften. Ist dort etwas mehr europäischer Lebensart. Bislang kommen wir aber hier gut zurecht. Es fehlt uns nur manchmal an Kontakten zu Menschen mit deutscher Kultur und Lebensart.Ab und zu merken wir doch das hier ein wesentlicher Unterschied zwischen Hiesigen besteht. Deshalb sind wir nach 5-6 Monaten auch wieder froh ein halbes Jahr in D zu sein. Hat auch Vorteile immer mal wieder den Standort wechseln zu können.
Geniesst den Rest des Sonntags. Habe morgen auch wieder Sonntag. So ist das bei Freizeitrentnern.
Bin sogar froh bald wieder in D arbeiten zu können. Hätte mir niemals erträumt das ich mich wieder nach Arbeit sehne. Aber nach einem halben Jahr D und Arbeitsstress muss ich wieder weg. Da hilft auch kein Arzt mehr. :ta:
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon Artemis » 4. Feb 2018, 22:17

Hallo yolcu,
es war damals nur eine Saison, die wir in Göynük verbracht hatten. Wir hatten unsere Wohnung in Kuşadası nicht aufgegeben, weil wir ja nicht wussten, wie es mit der Arbeit klappen würde. Und das war gut so. Klimamaessig kommen wir hier gut zurecht und als Freischaffender hatte mein Mann hier mehr Möglichkeiten Geld zu verdienen.
Schade, dass Ihr so weit von Izmir weg seid. Im Mai gibt es, bis auf Ausnahmen, die deutsch-türkischen Freundschaftstage. Infos dazu findest Du dazu auf der Web-site des deutsches Generalkonsulats in Izmir. Am Samstag vor dem ersten Advent gibt es einen deutschen Weihnachtsbasar in Güzelbahçe/Izmir. Leider ist 2017 der Basar wegen der politischen Lage und aus Sicherheitsgründen ausgefallen.
Ich hatte eine Zeit auch einen deutschen Freundeskreis, der leider auseinandergegangen. Aus wirtschaftlichen Gründen, oder wegen der Schule oder weil die Beziehung auseinander gegangen ist, sind die Frauen wieder zurückgekehrt. Jetzt habe ich eher einen internationalen Freundeskreis, dazu kommt noch ein türkischer Freundeskreis. Wir hatten hier mal einen deutschen Stammtisch gehabt. Einmal war ich hin und nie wieder. Das war mir zu Deutsch gewesen. Fahr nach Izmir, kauf Dir Schuhe bei Deichmann, geh in den Mediamarkt in Balçova, irgendwo haben wir auch Bauhaus, dann trink den Kaffee bei Tchibo und anschliessend geh noch mal bei Rossmann durch, dann kommst Du Dir vor wie in Deutschland, nur dass man nicht alles nah beieinander hat :zwinker-girl:

:hallo3: Artemis
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon yolcu » 4. Feb 2018, 23:08

Hei Artemis
Und bitte die IKEA in Richtung Bornova rechts der Cevreyol nicht auslassen. Danach zum Kemeralti Pazari. Zum grossen Geld loswerden empfehle ich Alsancak mit Konak in den Sahil Restaurants zum Fischessen.
Wenn dann noch Zeit ist, nix anderes als nach Balcova zum Teleferik(neben der Therme-Hallenbad). Dort hoch ín der Gondel bei guter Aussicht die untergehende Abendsonne geniessen. Sofern vorhanden.
Wir sind ab und an in Kusadasi weil meine Frau in Seferihisar und Güzelbahce Verwandte hat.
Gruss
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon Artemis » 5. Feb 2018, 10:06

Guten Morgen Yolcu,
Du hast den Bostanlı Pazarı vergessen. Den muss man auch mitgenommen haben. Ich wollte eigentlich nur Klein-Deutschland mit diesem Posting aufgezaehlt haben. In den ersten Jahren gab es in der Weihnachtszeit vor Ikea sogar einen Weihnachtsmarkt. Ein Buchhaendler aus Alsancak hatte dort in einer Bude Unicef-Karten verkauft. Ansonsten war da nicht viel, eher tote Hose. Wenn man wirklich was Gutes kaufen will, dann wird man entweder im Yeni Karamürsel (YKM) am Konak oder im Alsancak fündig. Aber dann hat man jahrelang was davon und im Endeffekt doch nicht übertrieben teuer.
Vor einem Monat war ich mit meiner deutschen Freundin bei Rossmann im Kemeraltı einkaufen. Die Kassiererin lobte unser Türkisch und wir machten einen auf small talk. Da kamen einige türkische Damen vorbei, eine rief auf Deutsch: Ayşe! Guck mal, da sind Deutsche, die Türkisch sprechen. Ich kam mir vor wie ein Affe im Zoo. Wir haben uns schnell aus dem Staub gemacht.
Nochmal was zum Thema Auslaender: Letztens war ich mit zwei türkischen Freundinnen unterwegs. Wir kamen an einer Siedlung vorbei, von der wir wussten, dass sie mehr für auslaendische Kunden errichtet wurde. Die Tochter der einen Freundin hat sich dort eingemietet. Meint die andere Freundin: Deine Tochter hat sicher viele Auslaender als Nachbarn. - Antwort: Nein, sie haette keine Auslaender als Nachbarn, sie haette viele Araber als Nachbarn. :gi1:
Ich wünsche Euch einen schönen Wochenanfang,
Artemis
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon yolcu » 5. Feb 2018, 18:16

Aber in der IKEA kaufe ich keine Kleidung und im yeni karamürsel keine Möbel. Schön das Du türkisch sprechen kannst . Warum aber haben die türkischen Damen Dich sofort als Deutsche erkannt?
Das mit den Arabern hatte ich nicht ganz nachvollziehen können. Ist das nun positiv oder negativ besetzt.???
Es gibt noch einiges in Izmir wessen ich diese Stadt sehr mag. Wünsche eine super Woche mit viel Beiträgen und Rückmeldungen. Gruss
Bei Euch gibt es doch auch das Kusadasi Forum. Bist Du dort auch so rege tätig?? ;)
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Re: "Residenten" "Migranten" in der Türkei - und im Ausland.

Beitragvon Artemis » 6. Feb 2018, 15:22

Hallo yolcu,
es ist ganz einfach mich als Auslaenderin zu erkennen,erst mal an meinem Aussehen und dann an meinem Akzent. Und zu den Arabern ist zu sagen, dass sie nicht gerade beliebt sind. Sie waeren nicht sauber. Aber die Araber sind ein beliebtes Klientel bei den Immoblienhaendlern,denn sie verfügen ja über viel Geld.
Und was ich an Imzir liebe? Den Kemeraltı, das Kızlarağası Han ist für mich jedesmal eine Wundertüte, Kaffeetrinken beim Ömür Usta. Metro fahren mag ich. Ausstellungen im Resim ve Heykel Müzesi und im Atatürk Kültür Merkezi. Früher,als es noch den Dampferverkehr gab, einmal "Bötchen" fahren war auch schon mal drin. Jetzt mit den neuen Schiffen macht es keinen Spass mehr, es ist nicht der gleiche Flair. Früher sind wir fürs Kino schon mal bis nach Izmir gefahren, verbunden mit einem Grosseinkauf bei Kipa. Ausserdem habe ich in Izmir auch noch meine Aktivitaeten, seit dem die Kinder aus dem Haus sind, ist Ada mir zu klein geworden.
Mit den anderen Foren habe ich es nicht so. Das eine Kuşadası Forum (Razyboard) war ganz nett, aber da geht es ja nur noch um das monatliche Treffen. Von diesem Forum habe ich mich abgemeldet. Bei dem anderen Forum habe ich ohne Registratur mitgelesen, da ist der Führungsstil überhaupt nicht mein Fall. Und man muss ja nicht auf jeder Hochzeit tanzen.

Viele Grüsse,
Artemis
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