Bundestagswahl 2017

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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Beslira » 10. Feb 2018, 12:42

Im Moment finde ich Politik in Deutschland sehr spannend.


Was da im Moment passiert ist weder spannend noch hat es etwas mit Politik zu tun, es ist einfach nur jämmerlich.

Am Beispiel Kevin Kühnert (der macht im Moment die Politik) festzumachen. Nur dagegen sein, ohne Alternativen, bringt uns kein Stück weiter.

Wir Deutschen haben auch das "weltweit Übel" es gibt keine visionären Politiker mehr. Es gibt nur noch Rabauken und Idioten wie Erdogan und Trump.....oder wie eben bei uns "Ihr kennt mich ja".... :schlafi_gif:

Ich habe mal eine politische Frage an einen Verkehrsexperten: "Kommt die PKW Maut auch wenn Herr Dobrindt kein Minister mehr ist?"

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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon alanya_fuchs » 10. Feb 2018, 13:49

Der traurige Fall des Martin S.

Martin Schulz gibt aufgrund des innerparteilichen Aufruhrs seine Träume vom Außenamt auf. Hinter den Kulissen eines Plans, der innerhalb von vier Wochen spektakulär scheiterte.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 92810.html

Schulz hat von Anfang an einen schweren Stand gehabt. Überall wurde er (vor allem in den Medien) als Buchhändler aus Würselen herabgewürdigt. Um so mehr überrascht mich auch heute noch die Wahl zum Parteivorsitzenden mit 100 % der gültigen Stimmen. Von da an kam er mir wie ein getriebener vor, der fortan allerdings von einem Fettnäpfchen ins nächste stolperte.
Das Böse geschieht von leichter Hand und unbemerkt, erst viel später ist der Mensch entsetzt und verwundert über das, was er getan hat.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon alanya_fuchs » 10. Feb 2018, 14:03

zwei Wochen alt, allerdings noch lesenswert.
Dienstag, 23. Januar 2018
Person der Woche - Kevin Kühnert, Rebellenführer für Beamte

https://www.n-tv.de/politik/politik_per ... 46302.html
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon alanya_fuchs » 10. Feb 2018, 18:47

Hamburgs Juso-Chefin - Kazemi kritisiert Kühnert scharf

Hamburgs Juso-Vorsitzende Armita Kazemi hat den Bundeschef der SPD-Nachwuchsorganisation, Kevin Kühnert, für dessen kategorisches Nein zu einer Neuauflage der Großen Koalition kritisiert. "Kevin Kühnert und viele andere Jusos waren schon vor ersten Ergebnissen per se dagegen", sagte Kazemi.


https://www.zdf.de/nachrichten/heute/ha ... f-100.html

Auch bei den Jusos ist nicht alles eitel Sonnenschein.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Kunz » 10. Feb 2018, 19:47

Frau Kazemi will in Hamburg wohl noch was werden. Der Scholzomat wird ihre Aussage sicher mit Wohlwollen registriert haben.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Ute » 11. Feb 2018, 09:16

Könnte es nicht einfach ihre Meinung sein? Es gibt ja auch andere, die so denken, ich z.B.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Beslira » 11. Feb 2018, 12:17

Kunz hat geschrieben:Frau Kazemi will in Hamburg wohl noch was werden. Der Scholzomat wird ihre Aussage sicher mit Wohlwollen registriert haben.


Das hat sie gesagt:

Sie finde aus Prinzip dagegen sein genauso fatal wie aus Prinzip dafür sein. Die Sondierer und Koalierer der SPD hätten von Anfang an keine Chance gehabt, Teile der Jusos zu überzeugen.

Eine kluge und richtige Aussage, mehr nicht.

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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon walteranamur » 11. Feb 2018, 12:48

Ja, und da sollte man eben genau hinhören, weshalb Kühnert sich auf den SPD-Beschluss beruft, in die Opposition zu gehen. Nicht nur, weil er der Meinung ist, Ministerien sammeln heißt noch lange nicht, dass dahinter ein guter Qualitionsvertrag steckt. Das ist die eine Ebene.

Die zweite besteht darin, dass die Jusos offenbar der Auffassung sind, Neuanfang könne nur mit neuen Strukturen in der Partei gelingen. Dazu gehöre eine Ämterentflechtung, welche sich vor allem im Präsidium fatal auswirke: Nämlich die hohe Dichte Doppelämtern als Minister - Parteivorstand und Parteiprogramm. Die Basis bleibe da außen vor.

Diesem Argument kann man durchaus beipflichten, wenn man die beste Zusammenfassung zu den SPD-Irrungen der letzten Tage liest:

Einen zweiten Wortbruch des Martin Schulz aber, den Bruch seiner Versicherung, nicht persönlich ins Kabinett zu gehen, den wollte die SPD nicht dulden. Das ist eigentlich eine gute Nachricht aus der Partei, schmerzlich für Schulz, aber souverän.

Unwohl aber wird einem bei dem Gedanken, dass die Partei-Elite, die am Mittwochabend um Schulz stand und grinsend Jubelselfies machte, von seinen Plänen wusste. Und erst einmal schwieg. Und ihn dann über Umwege stürzte. Und ihn dann lobte. Schulz’ Schwester fand dafür ein Wort: „Schlangengrube“.


Damit dürfte alles gesagt sein.... wird übrigens auch bei der CDU kommen, knüppeldick.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon alanya_fuchs » 11. Feb 2018, 13:20

Auch hier brodelt es deutlich.

JU-Chef verlangt: Ministernamen bis zum CDU-Parteitag nennen

Nur so könne die Partei am 26. Februar guten Gewissens der Koalition zustimmen, sagte der Vorsitzende der CDU-Nachwuchsorganisation, Paul Ziemiak.
http://www.t-online.de/nachrichten/id_8 ... ennen.html
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon alanya_fuchs » 11. Feb 2018, 13:29

Umfrage zeigt Zustimmung zur großen Koalition

Eine deutliche Mehrheit der SPD- und der CDU-Wählerschaft will, dass die SPD-Basis die große Koalition bestätigt. Das zeigt eine Umfrage.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... er-umfrage

Eigentlich bin ich grundsätzlich gegen große Koalitionen, weil sie dem parlamentarischen Grundgedanken der Demoktatie widersprechen.
Aus meiner Sicht ist es dieses Mal noch die richtige Entscheidung. Es ist schon zu viel Zeit mit Stillstand vertan worden. Eine Erneuerung darf nicht zu Lasten der Regierungsarbeit geschehen.
Zuletzt geändert von alanya_fuchs am 11. Feb 2018, 15:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Reyhan » 11. Feb 2018, 13:57

Aus meint Sicht ist es dieses Mal noch die richtige Entscheidung ist. Es ist schon zu viel Zeit mit Stillstand vertan worden. Eine Erneuerung darf nicht uu Lasten der Regierungsarbeit geschehen.


Vermutlich wird es so kommen. Aber danach werden die Kühnerts und Co der verschiedenen Parteien nicht nachgeben und weiter stacheln ( das meine ich positiv).

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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon alanya_fuchs » 11. Feb 2018, 14:13

Es ist grundsätzlich positiv zu sehen, wenn junge Politiker daran erinnern, dass es keine Politik auf starren eingefahrenen Wegen geben darf. Die Postenvergabe im elitären Kreis stört mich ebenfalls.
Nur mangelhafte Parteipolitik während der Regierungsbildung korrigieren zu wollen, das halte ich für falsch. Auch Herr Kühnert wird lernen müssen, dass die ordentlichen Parteitage dafür besser geeignet sind.
Bei der derzeitigen Parteienkonstellation halte ich eine Regierungsbeteiligung der SPD, wenn auch durch Steinmeier gedrängt, wegen der bisherigen Stabilität in Europas Mitte für sinnvoll.
Hätte Jamaika funktioniert, gäbe es diese Probleme heute nicht.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon walteranamur » 11. Feb 2018, 14:23

Umfragen sind schlimmer als Wetterberichte. Man lasse mal im Geiste die verschiedenen Ergebnisse seit Beginn der Jamaica-Verhandlungen vorbeiziehen. Das Tragische dabei ist, dass Spitzenpolitiker immer mehr umfrageorientiert handeln, also auch ihre Meinung wechseln. Auch die jetzt zitierte Umfrage (bei 504 !!!! Befragten) aufgesplittet nach CDU/SPD Anhängern ist doch eigentlich nur Wühlen im Kafeesatz. "Umfrage zeigt große Mehrheit zur Koalition". 40% stehen der Koalition kritisch gegenüber.

Dann: 30% glauben, dass SPD unter Nahles erfolgreich sein wird. 50% erwarten dies nicht.

Müsste nicht folgender Aspekt thematisiert werden? Die hübsche Rochade Schulz-Nahles lässt ja letztere auf den schon oft zitierten Selfies strahlen. Natürlich mit Grund. Sie hat sich damit in die Pole-Position für die nächsten Kanzlerwahlen gebracht und hat jetzt als Vorsitzende alle Zeit, ihre Netzwerke zu aktivieren. Dazu eine Umfrage?

Oder dazu? Zugegebenermaßen provokativ. Aber ist es nicht im Grunde genommen DAS, was seit Jahren erwartet wird? Neue Köpfe mit neuen Inhalten.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Kunz » 12. Feb 2018, 01:00

alanya_fuchs hat geschrieben:Auch Herr Kühnert wird lernen müssen, dass die ordentlichen Parteitage dafür besser geeignet sind.

Nein, die Leute, die noch an "ordentliche" Parteitage glauben, werden erkennen müssen, dass sich die Zeiten geändert haben. Die Entscheidungsprozesse sind unordentlicher geworden. Über soziale Medien lassen sich Shitstorms entfachen und über Online-Petitionen werden viel schneller als früher Meinungsbilder sichtbar. Es gibt eine Erwartungshaltung bezüglich direkter Mitbestimmung. Deshalb werden noch viel mehr Entscheidungen über Mitgliederentscheide, Urwahlen etc. getroffen werden als von verlesenen verdienten Funktionären auf Parteitagen, die man ggf. mit Drohungen oder Erpressungen oder auch Postenversprechen gefügig machen kann. Ich glaube auch, dass nach dem jämmerlichen Postendrama, das Schulz und Gabriel aufgeführt haben und das von der ach so begabten Nahles nicht verhindert wurde, die Kloko keine Chance mehr hat. Das war's jetzt. Dass es Kevin Kühnert persönlich was nützt, glaube ich nicht, jedenfalls nicht kurzfristig. Auch Nahles wurde erstmal aus dem Verkehr gezogen, nachdem sie Müntefering abgeschossen hatte.
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Re: Bundestagswahl 2017

Beitragvon Ute » 4. Mär 2018, 11:49

66% für die GroKo. Ich find‘s richtig.
Gruß
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