Archäologie-Nachrichten

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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon walteranamur » 29. Sep 2015, 10:01

In diesen Tagen wird viel über Aspendos geschrieben. Da fanden umfangreiche Restaurationen staat. Viele Leute stören sich an den extremen farblichen Unterschieden und fragen, ob diese Arbeiten wirklich sachgerecht ausgeführt worden seien.

Das Kultusministerium hält dagegen. Alles habe seine Richtigkeit. Die nun neuen Elemente würden im Laufeder Jahre eine Patina annehmen und dann nicht mehr von den alten Steinen zu unterscheiden sein.

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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon Artemis » 29. Sep 2015, 15:06

Ich pflichte Jade bei, Euromos ist wirklich abgeschieden und ruhig. Am liebsten mag ich es zum Ende des Winters, Anfang Frühjahr, wenn alles schön grün ist und die Anemonen blühen.

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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon beldibi » 29. Sep 2015, 20:30

zu Aspendos

vor ein paar Jahren haben wir in der Arena einen Opernarienabend verbracht
und ich fand es schon teilweise sehr abenteurlich die teilweise sehr verwitternden Stufen
zu erklimmen. Das jetzt die neuen Stufen wirlich nicht sehr antik aussehen
mag mancher von Euch nicht besonders gefallen, vom Anblick mir auch nicht unbedingt.
Für die Sicherheit ist es aber sehr zu begrüßen.

Im antiken Theater von Kas sind zahlreiche so ähnliche, wenn die gleichen Stufen zu finden

gruß beldibi
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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon Jade » 30. Sep 2015, 02:32

wil hat geschrieben:Danke für die schönen Photos , Jade :blustrau: !
Gibt es eigentlich eine Ecke der Türkei , die Du noch nicht bereist hast ;) :D ?
:hallo3: wil


Danke Wil. :zwinker-girl:
Gute Frage ... aber es gibt noch hunderte von Orten der TR, die ich noch nicht gesehen habe, oder in die ich wieder eintauchen möchte, oder an denen ich leider vorbei rauschen musste, oder die ich schon fast wieder vergessen habe.
"Eigentlich" gibt's also noch viel "zu tun" in der Türkei ... für mich samt allen Sinnen und für meine Kamera :hallo3:

Artemis hat geschrieben:Ich pflichte Jade bei, Euromos ist wirklich abgeschieden und ruhig. Am liebsten mag ich es zum Ende des Winters, Anfang Frühjahr, wenn alles schön grün ist und die Anemonen blühen.

Artemis


Liebe Artemis,
Ich beneide dich so sehr um deine dir gebotene Möglichkeiten, dass du dir individuell die Jahreszeiten zu Besuchen hier und da raussuchen kannst. :cherrysmilies130:
Ich habe noch nie die Anemonen oder Wildtulpen der Ägäis gesehen. *schmacht*

Allerdings liegt Euromos nicht abgeschieden (nicht dass wir hier Interessierte abschrecken), sondern es liegt ja sehr, sehr nahe an der D 525. Aber wirkt abgeschieden - sobald man sich darauf einlässt und dem etwas einsamen und unwirtlichen Ort seine Aufmerksamkeit schenkt.

Euromos ist halt leider nicht so attraktiv und umworben wie das wesentlich weiter entferntere Labranda z.B., welches aber auch etwas mühevoller mit einem PKW erreicht werden kann. Auf der Strecke nach Labranda ist also geboten: geteerte Straße, Serpentinen, Waldrennstrecke bis Staubstraße in ausgefahrenen Rillen, welche letztere von den LKW' s stammen, die auf dieser Strecke abgebauten Marmor abtransportieren, selbst sonntags. Und es ist nicht immer lustig, denen auf den teilweise engen Teilstücken der Straße zu begegnen, denn sie sind meist sturer als der Touri hinterm Steuer (weil vollbeladen), das heißt der Touri muss rückwärts irgendwie-irgendwo ausscheren.

Um zurück zum Thema zu kommen, nämlich Archäologie ... ich habe auch irgendwo gelesen, in Euromos wurden die Ausgrabungen in den 70'er Jahren (leider) eingestellt, während sie in Labranda immer noch tüchtig dabei sind. Bei meinem letzten Besuch sah ich wieder Archäologen aus dem nördlichen Europa, ich glaube Schweden.

LG Jade

Umgebung bei Euromos

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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon TürkischeRiviera » 28. Nov 2015, 21:46

In Ephesus wurde eine Art Taverne / Gasthaus aus dem 7. Jahrhundert freigelegt:

http://www.spektrum.de/news/spaetantike ... en/1378257
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Re: Archäologie-Nachrichten aus Mersin

Beitragvon Ruth » 13. Aug 2016, 07:48

Soli Pompeiopolis (s. auch weiter oben)

Die Ausgrabungen sind wieder aufgenommen worden. Bis zur Vollendung könne die 3'000 jährige Stätte zu einem Anziehungspunkt wie Ephesus werden. Etwas hoch gegriffen :?

It is believed that Soli, which is home to the Neolithic, Hellenistic and Roman eras, will receive as much attention as Ephesus in western Turkey when the works are finished.
http://www.hurriyetdailynews.com/excava ... sCatID=375

Man beachte die "attraktiven" Hochbauten im Hintergrund ...

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Re: Archäologie-Nachrichten aus Mersin

Beitragvon santiago » 13. Aug 2016, 09:56

Ruth hat geschrieben:Soli Pompeiopolis (s. auch weiter oben)

Die Ausgrabungen sind wieder aufgenommen worden. Bis zur Vollendung könne die 3'000 jährige Stätte zu einem Anziehungspunkt wie Ephesus werden. Etwas hoch gegriffen :?

Man beachte die "attraktiven" Hochbauten im Hintergrund ...

Ruth


Sehr hoch gegriffen.....es muss einem beim Anblick wohl aus den Schuhen hauen....grins
Die Steine sind Millionen von Jahren alt.
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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon walteranamur » 13. Aug 2016, 10:39

Typische Ferienbeschäftigung einer Universität..... Dasselbe passiert in Aydincik seit 10Jahren. Inzwischen hat man dort immerhin ein tolles Mosaik frei gelegt und überdacht.

Tolle Projekte und mögliche Magneten aus meiner Sicht für diese Region wären:

a) Die Gegend zwischen Kizkalesi und Limonlu (inkl. das kleine, aber sehr spezielle Amphithetaer von Limonlu), welche seit 10 Jahren dringend unter Schutz gestellt und zugänglich gemacht werden sollten. Eine Mammutaufgabe, zugegeben.

b) Uzuncaburc
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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon Ruth » 13. Aug 2016, 12:48

Hallo Walter

Meinst Du das herzige Theater an der D400 in Ayas? Beim Vorbeifahren träume ich immer davon, dass da mal eine Aufführung stattfinden wird.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Aya%C5%9F_(Erdemli)

Komischerweise klappt's nicht mit dem Verlinken; auf meiner Seite ist auch das Theater abgebildet :|
Aber man kann im Browsere Ayas, Erdemli eingeben, dann sollte es zu finden sein.


Gruss Ruth
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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon walteranamur » 13. Aug 2016, 17:48

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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon Beslira » 6. Okt 2017, 12:45

Haben türkische Archäologen das Grab des Nikolaus entdeckt?

Türkische Forscher haben eigenen Angaben zufolge das Grab des heiligen Nikolaus entdeckt. Bild

Wie der „Deutschlandfunk“ meldet, sind in der Türkei Medienberichte erschienen, denen zufolge sich die Grabstätte des Nikolaus unterhalb der nach ihm benannten Kirche in der Stadt Demre westlich von Antalya befindet.

Demre wurde auf den Ruinen der antiken Stadt Myra errichtet. Diese gilt als die Geburtsstadt des frühchristlichen Bischofs.

Den türkischen Berichten zufolge sagte der türkische Grabungsleiter, dass man auf dem Grund des Grabes womöglich die unbeschädigte Leiche des Heiligen finden könne. Grund für diese Annahme ist, dass unterhalb der heutigen Kirche mit Hilfe von Radargeräten und Scannern ein älterer Sakralbau festgestellt wurde, der jedoch noch nicht zugänglich ist.

Quelle

Beslira
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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon alanya_fuchs » 6. Okt 2017, 15:36

Beslira hat geschrieben:Haben türkische Archäologen das Grab des Nikolaus entdeckt?


Ach, der ist tot? Was machen ich denn nun am 6. Dezember? Ein völlig verzweifelter AF.
Das Böse geschieht von leichter Hand und unbemerkt, erst viel später ist der Mensch entsetzt und verwundert über das, was er getan hat.
Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi
Buch der Jugend 1852
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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon Jade » 6. Okt 2017, 23:51

Beslira hat geschrieben:Haben türkische Archäologen das Grab des Nikolaus entdeckt?
Den türkischen Berichten zufolge sagte der türkische Grabungsleiter, dass man auf dem Grund des Grabes womöglich die unbeschädigte Leiche des Heiligen finden könne. Grund für diese Annahme ist, dass unterhalb der heutigen Kirche mit Hilfe von Radargeräten und Scannern ein älterer Sakralbau festgestellt wurde, der jedoch noch nicht zugänglich ist.
Beslira


Möglicherweise befinden sich die Gebeine des Bischofs von Myra dann doch nicht in Bari/Italien?
Bin gespannt ... lG Jade
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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon Ruth » 7. Okt 2017, 00:20

In einem Artikel, den ich nicht mehr finde, stand, dass nicht nur in Bari, sondern auch an andern Orten Knochen derselben DNA aufbewahrt werden. Es sei jedoch möglich, dass es sich zwar um denselben Mann, aber nicht um Niklaus handle.

"Die Welt" hat dazu noch einen interessanten Beitrag gebracht, wo abscchliessend steht:

Nikolaus, der Schutzheilige des Tourismus

Dass die Seefahrer 1087 davon ausgegangen waren, die Knochen des Nikolaus nach Italien zu bringen, führt der Leiter der Denkmalschutzbehörde auf ein lange gehütetes Geheimnis zurück. Danach ist die Nikolauskirche 529 bei einem Erdbeben eingestürzt. Die heutige Kirche entstand über den Trümmern – und dem wahren Grab. Die Gebeine, die nach Italien gelangten, waren also die eines anderen Kirchenmannes.

Der Nikolaus aber, der Bischof von Myra, er könnte demnächst auch noch der Schutzheilige des Tourismus werden
https://www.welt.de/vermischtes/article169355028/Wie-der-Nikolaus-den-tuerkischen-Tourismus-retten-soll.html

Ruth

P.S. In diesem Jahr hat Hürriyet immer mal wieder von archäologischen Funden z.B. bei Gaziantep, Urfa, Van etc. berichtet, die Touristen anziehen sollen/werden. Ich habe die Artikel im Forum hier nicht erwähnt, weil ich mir leicht bitter/sarkastisch gesagt habe, dass wohl kaum Europäer/Individualtouristen angesichts der derzeitigen Geschehnisse in jene Gegenden reisen werden. - Dass die Türkei eine Schatzkiste ist, die noch viele Geheimnisse birgt, wissen wir.
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Re: Archäologie-Nachrichten

Beitragvon Jade » 18. Okt 2017, 01:25

Bei Ausgrabungen wurden fünf Skulpturen von Gottheiten im Heiligtum des Mên Askaênos bei der antiken Stadt Antiochia in Pisidien gefunden

Skulpturen entdeckt
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