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Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 12. Jan 2018, 12:21
von Beslira
alanya_fuchs hat geschrieben:Eilmeldung!!

Union und SPD einigen sich auf Aufnahme von GroKo-Koalitionsgesprächen

... wenn der SPD Parteitag zustimmt.


.....und der ist ja erst in einer Woche. Und bis dahin muss Martin Schulz der SPD Basis erklären warum er jetzt doch mit Frau Merkel regieren will obwohl er es am 24 September (da wurde mal gewählt) rigoros abgelehnt hatte.

"Es ist völlig klar, dass der Wählerauftrag an uns der der Opposition ist", sagte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in der Berliner Parteizentrale.


Groko oder Neuwahlen - für welches Übel entscheiden sie sich?

Beslira

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 12. Jan 2018, 12:37
von walteranamur
Die müssen jetzt alle zuerst mal ausschlafen und wenn sie wieder aus dem Koma erwachen, überlegen, ob das, was sie während der letzten 30 Stunden beschlossen haben, DAS ist, was sie beschließen wollten... :hallo3: :cherrysmilies145: :aufgeben:

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 12. Jan 2018, 17:34
von Reyhan
ob das, was sie während der letzten 30 Stunden beschlossen haben, DAS ist, was sie beschließen wollten...


:cherrysmilies130:

Reyhan

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 12. Jan 2018, 18:00
von Kunz
Wenn der SPD-Parteitag diese Kapitulation vor der CSU abnickt, ist die SPD für alle Zeiten erledigt. Keine Bürgerversicherung, keine Erhöhung des Spitzensteuersatzes, kein Familiennachzug bis zum St. Nimmerleinstag.
Anscheinend ging es nur darum, Schulz und Gabriel etc. Pöstchen zu sichern.

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 12. Jan 2018, 18:42
von Beslira
Kunz hat geschrieben:Wenn der SPD-Parteitag diese Kapitulation vor der CSU abnickt, ist die SPD für alle Zeiten erledigt.


Und wenn es zu Neuwahlen käme beschleunigt sich der Untergang noch etwas schneller. Die einzige Chance die sie haben ist beim regieren die Köpfe auszutauschen. Ich glaube die SPD hat eine bessere zweite Reihe als die CDU.

Warum muss in einer Groko immer die SPD verlieren? Irgendein SPDler hatte es auch schon erkannt und sowas wie selber Schuld und nicht immer die anderen, gemurmelt. Vielleicht fällt ihnen außer Steuerhöhung und Bürgerversicherung auch noch mal was brauchbares ein.

Beslira

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 12. Jan 2018, 19:59
von Kunz
Zum Beispiel Wohnungsbau: SPD-Kundschaft wird aus München, Hamburg, Köln, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Frankfurt hinaus gentrifiziert. Wo ist ein Wohnungsbauförderprogramm, inklusive Verbilligung des Bauens. Warum muss jedes neue Mietshaus ein Luxusbau sein? Millionen Leute leben heute noch in Schlichtbauten aus den 50er Jahren und selbst die sind in den Boomstädten knapp und teuer. Warum baut man heute keine Wohnblocks von der Stange mehr?

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 13. Jan 2018, 01:05
von Beslira
Kunz hat geschrieben:Zum Beispiel Wohnungsbau....


Bin ich voll bei dir. Ein Thema welches die politischen Eigenheimbesitzer nicht auf ihrer Agenda haben. Was da zur Zeit in den Großstädten passiert erinnert an 1946....nur teurer.

Da wirkt Merkels Flüchtlingspolitik gegen die Einheimischen. Millionen müssen nach der Erstaufnahme vernünftig untergebracht werden. So schnell können wir bei den Vorschriften gar nicht bauen....siehe BER.

Beslira

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 13. Jan 2018, 09:09
von Kunz
Beslira hat geschrieben:
Kunz hat geschrieben:Zum Beispiel Wohnungsbau....


Bin ich voll bei dir. Ein Thema welches die politischen Eigenheimbesitzer nicht auf ihrer Agenda haben. Was da zur Zeit in den Großstädten passiert erinnert an 1946....nur teurer.

Da wirkt Merkels Flüchtlingspolitik gegen die Einheimischen. Millionen müssen nach der Erstaufnahme vernünftig untergebracht werden. So schnell können wir bei den Vorschriften gar nicht bauen....siehe BER.

Beslira


Sie werden nicht vernünftig untergebracht, sondern bleiben in Sammelunterkünften. Jedenfalls in den Boomgegenden. Was die Bauvorschriften betrifft, es muss ja hinterher nicht so aussehen wie TOKI-Bauten, aber es gibt schon Dinge, die in der TR effizienter sind.

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 13. Jan 2018, 09:36
von walteranamur
Bei der Bauerei ist natürlich alles eine Frage der wirtschaftlichen Wertschöpfung:

In jedem größeren Zentren neuen Wohnraum planen bedeutet vielfach, dass da architektonische Denkmäler gesetzt werden und entsprechende Honorare für die Planer rausspringen. Daneben gäbe es tatsächlich die Möglichkeit Einen Bau-Typ Flächen deckend und bundessubventioniert in Serie und zur Hälfte der normalen Kosten umzusetzen.

Gute Kriterien wären Durchläßigkeit der Wohnungseinheiten, womit die Möglichkeit des altersbedingten Umzuges innerhalb einer Wohnsiedlung von einer 4- in eine Zweizimmer-Wohnung möglich wird. Evt. lassen sich in den Erdgeschossen Kinderbetreuungseinrichtungen, Ladengeschäfte, Dienstleister wie Ärzte usw. unterbringen.

Ja, das kennt man alles schon: Erstmals gesehen in der Schweiz in den 70-er-Jahren. Solche Quartiere hießen damals Göhner-Ville. Bezugnehmend auf den Namen der Baufirma. Das Spezielle: Es handelte sich um vorfabrizierte Bauelemente. Die Quartiere ähnelten sich sehr, im ganzen Großraum Zürich, aber auch in Bern. Erst später habe ich bemerkt, dass dies eigentlich eine "Erfindung" der damaligen DDR war, bekannt unter dem Namen Plattenbauten. Wenn man heute schaut, was aus sanierten "Platten" herausgeholt wird, dann ist das schon erstaunlich.

Heute müsste diese Bauart eigentlich noch viel interessanter sein, denn im Gegensatz zu damals kann mit der Spannbeton-Technologie viel mehr herausgeholt werden. Die DDR-Platten waren vielfach noch nach dem "Stecksystem" gebaut, also tragende Wände, womit die Raumaufteilung weitgehend gegeben war.

Aber eben, geht man nach einem solchen System vor, steht die Architektenlobby auf der Matte.

Mein Grundschulgebäude, welches ich von der 4.-6. Klasse besuchte war auch ein solches "Stangenprojekt". Der damals ziemlich arme Kanton St.Gallen hatte sich angesichts einer maroden Schulgebäudestruktur entschieden, den Standortträgern einen Einheits-Bau zu offerieren. Eine Art Schweizer-Kreuz. So ausgelegt, dass man zwei- oder dreistöckig bauen konnte, auch im Nachhinein. Funktionierte prächtig und die Gebäude sind auch heute noch in Gebrauch. Kein Architekturwettbewerb vor Ort, nichts.

Bild

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 13. Jan 2018, 11:58
von Beslira
Kunz hat geschrieben:
Sie werden nicht vernünftig untergebracht, sondern bleiben in Sammelunterkünften. Jedenfalls in den Boomgegenden.


Falsch - gerade in den Boomgegenden. In anderen Gegenden stehen Wohnungen zu tausenden leer. Nämlich dort wo es keine Arbeit gibt...


Der Kampf um Wohnungen beginnt

In vielen Großstädten ist der Wohnungsmarkt ohnehin schon angespannt. Nun brauchen auch noch Tausende Flüchtlinge eine Bleibe. Das macht die Städte kreativ.

ging schon 2015 los.

Was die Bauvorschriften betrifft, es muss ja hinterher nicht so aussehen wie TOKI-Bauten, aber es gibt schon Dinge, die in der TR effizienter sind.


In Hamburg fängt man an sie aufzulockern, die Bauvorschriften, es ist aber sehr mühsam. Und neben den Bauvorschriften gibt es bei uns auch noch etwas was es in der Türkei so nicht gibt...die Freunde der Kröten und Feldhamster.

Beslira

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 13. Jan 2018, 12:07
von alanya_fuchs
Beslira hat geschrieben:neben den Bauvorschriften gibt es bei uns auch noch etwas was es in der Türkei so nicht gibt...die Freunde der Kröten und Feldhamster.


Wir werden sehen, wer weiter damit kommt.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks im Vorwort der u.a. Broschüre zur Bedeutung von Stadtgrün: „…. Die Rolle grüner Infrastruktur bei der Stadtentwicklung ist nicht zu unterschätzen. Grünflächen werten Stadtteile auf und ziehen neue Einwohner an, die sonst vielleicht eher um das Bogen um das Viertel gemacht hätten. Eine grüne Stadt verbessert somit das Leben der Bürgerinnen und Bürger. Grüne Freiräume sind Orte der Begegnung und des sozialen Zusammenhalts. Sie dienen der Erholung und Bewegung, sind Orte für Sport und Spiel, leisten einen positiven Beitrag für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Das ist vor allem für diejenigen wichtig, die keinen eigenen Garten oder kein eigenes Grundstück haben …“

www.duh.de/pressemitteilung/bauboom-ver ... en-170907/

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 13. Jan 2018, 12:46
von Beslira
Wir werden sehen, wer weiter damit kommt.


Das sind doch völlig unterschiedliche Dinge - Umweltschutz und Bauverhinderung.

Es ist bei manchen häufiger vorkommenden Tierchen teilweise schon absurd. Aber weil die Umweltverbände damit großen Erfolg haben sagt sich der einzelne Bürger "warum die und nicht ich?" und klagt gegen den Neubau zwei Strassen weiter der ihn eventuell den Blick trübt.

Es ist teilweise schon hanebüchen was da mittlerweile, auch aus Egoismus, passiert.

Darüberhinaus bin ich für eine gesunde Umwelt...fahre keinen Diesel und mache auch keine Kreuzfahrt von Hamburg aus.

Wie schwierig bauen heute ist zeigt das Projekt Pergolenviertel in Hamburg..

Da wurde 20 Jahre lang geplant und verändert und wieder geplant und verändert. Und seit über einem Jahr wird gebaut ohne das man etwas sieht.

Bild

Das Pergolenviertel - geplant auf Grundlage des gültigen Flächennutzungsplans auf einer seit Anfang des 20 Jh. als Kleingartenareal genutzten Fläche - ist für die Stadt- und Landschaftsplanung in Hamburg-Nord eine besondere Herausforderung. In einer vom ÖPNV bestens erschlossener Lage entsteht nun voraussichtlich ab 2016 das Pergolenviertel. Vorgesehen ist ein breiter Mix an Wohnungsangeboten (60% geförderter Wohnungsbau darunter inklusive Wohngruppen, Baugemeinschaften in Miete und Eigentum, frei finanzierter Mietwohnungsbau und Eigentum), Nahversorgungs- und Gesundheitsangeboten, drei Kitas sowie großzügige Freiräumen inkl. Kleingärten. Ein Schwerpunkt liegt auf CO2-minimierter Mobilität und einer sparsamen Erschließung.

Es wurden innovative Wege gefunden, das Ressortdenken der beteiligten Fachressorts zu überwinden und in einem kontinuierlich angelegten Kommunikationsprozess Lösungen gemeinschaftlich zu erarbeiten. Der langfristige öffentliche Beteiligungsprozess und die frühe Einbeziehung der lokalen Wohnungswirtschaft haben den Planungsprozess entscheidend mit geprägt. Ein frühzeitig einzusetzender vernetzender Quartiersbeirat wird die Umsetzung und das Leben im Pergolenviertel entscheidend begleiten.

Beslira

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 14. Jan 2018, 00:13
von Kunz
Beslira hat geschrieben:
Kunz hat geschrieben:
Sie werden nicht vernünftig untergebracht, sondern bleiben in Sammelunterkünften. Jedenfalls in den Boomgegenden.


Falsch - gerade in den Boomgegenden. In anderen Gegenden stehen Wohnungen zu tausenden leer. Nämlich dort wo es keine Arbeit gibt...


Beslira


Was ist falsch? Dass in den Boomstädten immer noch anerkannte Flüchtlinge in Sammelunterkünften hausen?
--
Das ist Realität.

Re: Bundestagswahl 2017

BeitragVerfasst: 14. Jan 2018, 12:24
von Beslira
Kunz hat geschrieben:
Was ist falsch? Dass in den Boomstädten immer noch anerkannte Flüchtlinge in Sammelunterkünften hausen?
--
Das ist Realität.


Was glaubst du wo diese Bewohner jetzt untergebracht sind?

Massiver Leerstand von Wohncontainer für Flüchtlinge

Beslira